Festungen
rund um Lüttich


Festungen,
die im 19. und 20. Jahrhundert
in Belgien errichtet wurden.


Lügen können Kriege in Bewegung setzen,
Wahrheiten hingegen können ganze Armeen aufhalten.

Otto von Bismarck
1815-1898



Der Festungsring um Lüttich


Die ersten modernen Festungen um die belgische Stadt Lüttich (Liège) wurden zwischen 1880 und 1890 errichtet. Verantwortlicher Architekt sämtlicher Anlagen war der belgische General Henri Alexis Brialmont, der seinerzeit als großer Militärstratege in Belgien galt. Eigentlich sollte die alte Zitadelle von Lüttich und das ebenfalls recht zentral liegende Fort de la Chartreuse die Stadt schützen. Doch die Entwicklung der Artillerietechnik war so rasant, dass dringend ein der Stadt vorgelagerter Verteidigungsring her musste.

General Brialmont platzierte also seine Festungen jeweils als einzelne Fort mit einem Abstand von etwa sieben bis acht Kilometern von der Lütticher Innenstadt entfernt. Er wählte eine Bauform, die entfernt dem Biehlerschen Standardfort des preußischen Militärs recht nahe kam. Zum Bau sämtlicher Anlagen verwendete er den damals als neu geltenden Baustoff Beton. Diesen - vermengt mit Stahl - schrieb man eine außerordentliche Festigkeit zu, die sogar schwerem feindlichen Artilleriebeschuss aushalten kann. Selbstredend waren alle Festungen mit modernen Waffen ausgestattet.

Bis zum Ersten Weltkrieg galten die Festungen rund um Lüttich als uneinnehmbar. Doch dann überwanden die deutschen Truppen sie innerhalb weniger Tage, indem sie beispielsweise die "Dicke Bertha" einsetzen und damit die einzelnen Forts beschossen. Einen interessanten Artikel zum Thema hat DIE WELT vor einiger Zeit veröffentlich. Folge einfach dem Link.

Belgische Festungen rund um Lüttich [Karte]

(1) Karte, um sie zu vergrößern.
(2) KMZ-Datei zum Download für Google-Earth

Festungen rund um Lüttich

Das uneinnehmbare belgische Fort de Loncin

Das Fort de Loucin galt eigentlich als uneinnehmbar. Doch die deutschen Truppen beschossen es mit 42-cm-Geschützen. Dieser Wucht waren die Mauern der Festung nicht gewachsen und die kaiserliche Armee machte es förmlich dem Erdboden gleich.

Natürlich war das für die Propaganda des Kaiserreichs ein gefundenes Fressen. Man fotografierte die enormen Kriegsschäden und machte Ansichtskarten daraus, die in der Heimat munter versendet wurden. Denn der Erlös durch den Verkauf dieser Postkarten wurde dem Roten Kreuz gespendet. Geschickt, geschickt.


Erster Weltkrieg: Zerstörter Bunker - Lüttich - Fort Loucin

Zerstörter Panzerturm des Fort Loucin bei Lüttich

Festungen rund um Lüttich



Die zwöft Festungen vor den Toren der Stadt Lüttich

  • Fort de Barchon [großes Fort]

  • Fort d'Evegnée [kleines Fort]

  • Fort de Fléron [großes Fort]

  • Fort de Chaudfontaine [kleines Fort]

  • Fort d'Embourg [kleines Fort]

  • Fort de Boncelles [großes Fort]

  • Fort de Flémalle [großes Fort]

  • Fort de Hollogne [kleines Fort]

  • Fort de Loncin [großes Fort]

  • Fort de Lantin [kleines Fort]

  • Fort de Liers [kleines Fort]

  • Fort de Pontisse [großes Fort]

Festungen rund um Lüttich

Festungen rund um Lüttich (Serie befindet sich im Aufbau!)

Fort de la Chartreuse

Festungen in Frankreich



Wissenswert.

Ich gab mir Mühe und versuchte die Geschichte des Festungsbaus mit wenigen Worten zusammenzufassen. Dabei konzentriere ich mich auf die preußischen Festungen Ende des 19. Jahrhunderts.

    • LINK: WISSENSWERTES

Wenn Du die konkrete Lage der einzelnen Festungen rund um Metz erfahren möchtest, lade Dir die KMZ für Google Earth herunter. Ich rate Dir aber zu äußerster Vorsicht bei Besuchen.

Ich habe auch eine eigene Dokumentation über den
Ersten Weltkrieg erstellt. Meiner Ansicht nach
ist diese wichtig, um Inhalte der Homepage geschichtlich
entsprechend und richtig einzuordnen.

    • LINK: WISSENSWERTES