Deutsche Festungen
in Frankreich bis 1918


Deutsche Festungen,
die zwischen 1971 und 1918 im sogenannten
Reichsland Elsass-Lothringen errichtet wurden.



Was für eine Welt könnten wir bauen,
wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt,
für den Aufbau einsetzten.

Ein Zehntel der Energie, die die kriegsführenden
Nationen verbrauchen, ein Bruchteil des Geldes,
das sie mit Handgranaten verpulvert haben,
wäre hinreichend, um den Menschen aller Länder
zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen.

Albert Einstein
1879-1955



Ehe die Theorie des
ewigen Friedens allgemein
zur Anerkennung gelangt,
werden noch manche
Jahrhunderte vergehen.

Kaiser Wilhelm II.
letzte deutsche Kaiser
1859-1941




kaiser, wilhelm,

Deutsche Festungen bis 1918


Das Deutsche Kaiserreich unterhielt gegen Ende des 19. Jahrhunderts nur wenige, dafür aber große Festungen. Sie waren häufig wegen ihrer Grenzlage zu Frankreich oder Russland von großer strategischer Bedeutung. Sie sollten die Offensivbewegungen der Feldarmeen sichern und dienten ihnen gleichzeitig als Ausgangs- und Stützpunkt.

Insbesondere in dem seit Ende des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/71 zum Kaiserreich gehörenden Elsass und Lothringen ließ der Kaiser zahlreiche neue Festungen errichten. Sie dienten zum Schutz der Regionen - letztlich zum Schutz Deutschlands vor dem Erzfeind Frankreich. Bereits zehn Tage nachdem die kaiserlichen Truppen in die Regionen einmarschierten erging der Befehl, die Städte Metz, Thionville und Straßburg zügig zu befestigen. Anfangs nutzen die Militärarchitekten dazu französische Festungen, die sie ausbauten und erweiterten. Anschließend errichteten sie weitere Anlagen. Dabei entwickelten sie einen komplett neuen Festungstyp - die sogenannte Feste.


Die militärische Bedeutung des Reichslands Elsass-Lothringen!

Schematische Darstellung der Strategie des Schlieffen-Plans von 1905

Die Strategie des Schlieffen-Plans von 1905.

Anfangs schrieben die deutschen Militärs des sogenannten Reichsland Elsass-Lothringen nur eine "Pufferfunktion" zu: Hier gab es die einzige direkte Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Würde es zu einer erneuten kriegerischen Auseinandersetzung zwischen beiden Ländern kommen, rechnete man hier mit entsprechenden Kampfhandlungen. Also war es nun aus deutscher Sicht ganz praktisch, dass diese nun zuerst auf "französischem Gebiet" stattfinden (Elsass, Lothringen) und nicht auf tatsächlich deutschem Boden.

Spätere strategische Überlegungen wiesen der Region sogar eine noch größere Bedeutung zu. Der Schlieffen-Plan von 1905 sah vor, dass (im Fall des Falles) Deutschland den Nachbarn über Belgien angreift, also viel weiter im Norden. Man rechnete mit einem schnellen Sieg, weil hier die Franzosen ziemlich schlecht gesichert waren.

Die eigens von Frankreich gerichtete Barrière de Fer sicherte nämlich die Grenze zum Reichsland und nicht zu Belgien. Es war ferner notwendig, dass Elsass-Lothringen unbedingt stand halten, damit Frankreich wiederum den deutschen Truppen nicht "in den Rücken fallen kann".


Warum sicherten die Deutschen die Städte und nicht das Land dazwischen?

Anders als heute, wo das Militär eher mit kleinen und mobilen Einheiten operiert, ging man damals von großen Feldschlachten aus. Um diese führen zu können, mussten große Mengen an Mensch und Material bewegt werden. Das bedingt zwingend entsprechende Verkehrswege.

Metz, Thionville und Straßburg waren Verkehrsknotenpunkte. Hier kreuzten sich Wasser- und Landstraßen bzw. Eisenbahnverbindungen. Es war wesentlich, diesese Verkehrsknotenpunkte (zuerst) zu sichern. Das war übrigens auch der Grund, warum das Kaiserreich in Metz den alten Kopfbahnhof durch einen Durchgangsbahnhof ersetzte und in der Innenstadt breite Straßen anlegen ließ - zum Beispiel den Kaiser-Wilhelm-Ring. Letzteres geschah nicht, weil sie schöner anzusehen sind, sondern weil man hier Truppen durchmarschieren lassen kann.

Last but not least musste die Region südwestlich von Straßburg gar nicht gesondert gesichert werden, weil es dort die Vogesen gibt. Gebirge sind der natürlich Feind des Ansinnen, dort große Truppen inklusive ihrer Ausrüstung durchzuschicken. Ein großer Teil des Reichsland Elsass-Lothringen wäre also für Truppentransporte gänzlich ungeeignet gewesen und daher brauchte man sie auch nicht eigens zu sichern.

Doch natürlich gab es auch "in der Fläche" kleinere Stellungen. Die Befestigung Bouxières-sous-Froidmont ist ein Beispiel dafür. Sie befindet sich etliche Kilometer südwestlich von Metz an der damaligen deutsch-französischen Grenze.


Festungen rund um Thionville
(3 Locations)

Festungen rund um Metz
(23 Locations)

Festungen rund um Straßburg
(2 Location)

Festungen in Frankreich



Wissenswert.

Außerdem empfehle ich Dir diese
zweiteilige Dokumenation über den .
Ersten Weltkrieg, die ich bei Youtube
fand. Sie ist sehenswert - wenn auch grausam.

    • LINK: FILM

Ich habe auch eine eigene Dokumentation über den
Ersten Weltkrieg erstellt. Meiner Ansicht nach
ist diese wichtig, um Inhalte der Homepage geschichtlich
entsprechend und richtig einzuordnen.

    • LINK: WISSENSWERTES