Feste Graf Haeseler


Festung, die vom Deutschen Kaiserreich
im sogenannten Reichsland Elsass-Lothringen errichtet wurde.


Festung des zweiten Festungsgürtels um Metz.
Erbaut vom deutschen Militär
in den Jahren 1899-1905.

Die Festung besteht aus dem Werk St. Blaise
und dem zweiten Werk Sommy.

Französischer Name:
Groupe fortifié Verdun



Metz

Generalfeldmarschall Gottlieb von Haeseler

Er war der Namensgeber dieser neuen Festung:
Gottlieb Ferdinand Albert Alexis Graf von Haeseler

Von Haeseler übernahm nach seiner Beförderung zum General der Kavallerie von 24. März 1890 bis 17. Mai 1903 das neugebildete XVI. Armee-Korps in der Festung Metz.




Festung

Feste Haeseler - südwestlich von Metz

Die Feste Graf Haeseler (franz. Groupe fortifié Verdun) liegt gut neun Kilometer südwestlich von Metz. Sie liegt auf einer Anhöhe östlich des Moseltals und schützt wichtige Verkehrswege: neben der Mosel und dem Moselkanal selbst handelt es sich auf der rechten Seite um die Straße Metz-Pont-à-Mousson und auf der linken Seite um die Eisenbahnlinie Metz-Nancy. Letztlich hat sie zusammen mit der etwas nördlich gelegenen Feste Kronprinz die Aufgabe, das Moseltal nach Süden hin abzuriegeln. Wichtig dabei ist, dass seinerzeit die deutsch-französische Grenze nur etwas in vier Kilometer Entfernung lag.

Der Bau der Feste begann am 5. April 1899, und er wurde 1905 abgeschlossen. Das deutsche Militär entwickelte beim Bau der Befestigungsanlage eine für die damalige Zeit eher unübliche Bauform. Die Feste Haeseler besteht aus zwei würfelförmigen Einheiten, die auf zwei nebeneinander liegenden, steilen Hügeln errichtet wurden. Auf diesen Hügeln entstanden das Werk St. Blaise und in gut 600 Meter Entfernung das Werk Sommy.

Die Feste Haeseler war gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in verschiedene Kampfhandlungen verwickelt. Großangelegte Luftangriffe und schwerer Beschuss setzten den Annagen zu, was noch heute bei der zentralen Kasematte des Forts St. Blaise deutlich zu sehen ist.


Lageplan - Feste Haeseler

Schematische Darstellung der Feste Haeseler - Festung bei Metz

Dieser Lageplan hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Er soll lediglich einen groben Überblick über den
Aufbau der Feste Haeseler geben.

Feste Haeseler

Feste Haeseler - Werk St. Blaise


Werk St. Blaise: Die Kasematten dieses Werks sind von Südwest nach Nordwest ausgerichtet und von passiven Verteidigungsanlagen umgeben, die in Form eines ungleichmäßigen Sechsecks angeordnet sind. Sie bestehen im Wesentlichen aus Drahthindernissen und einem gewaltigen Graben. Der Kern der Anlage besteht aus Panzerbatterien mit vier Türmen für 15 cm-Geschütze und einem Kommandeurs-Beobachtungsstand mit zwei weiteren 10 cm-Panzerbatterien.


Feste Haeseler - Werk Sommy


Werk Sommy: Dieses Werk hat - im Gegensatz zum St. Blaise - eine recht einfache und übersichtliche Struktur. Die zentrale Kasematte trägt zwei 10 cm-Batterien und einen zentralen Artilleriebeobachtungspanzer. Umschlossen wird das ganze von einer Kontereskarpgalerie mit mehreren Grabenstreichen.




Wissenswert.

Die Festungsstadt Metz fasziniert mich schon
seit einiger Zeit. Doch erst jetzt habe ich eine übersichtliche
Chronik des Ausbaus der Stadt zu einer Festungsstadt
durch das Deutsche Kaiserreich erstellt.

    • LINK: WISSENSWERTES

Wenn Du die konkrete Lage der einzelnen
Festungen rund um Metz erfahren möchtest,
lade Dir die KMZ für Google Earth herunter.
Ich rate Dir aber zu äußerster Vorsicht bei Besuchen.