Feste Lothringen
Infanteriestützpunkt II


Festung, die vom Deutschen Kaiserreich
im sogenannten Reichsland Elsass-Lothringen errichtet wurde.


Festung des zweiten Festungsgürtels um Metz.
Erbaut vom deutschen Militär
in den Jahren 1899-1903.
Modernisierung zwischen 1912-1914.

Ein großer Teil der Feste Lothringen wird noch
heute vom französischen Militär genutzt.

Ursprünglicher Name:
Feste Saulny

Französischer Name:
Groupe fortifié Lorraine
Redoute Lasalle



Infanteriestützpunkt II der Feste Lothringen (rechter Stützpunkt)


Der rechte Infanteriestützpunkt der Feste Lothringen befindet sich etwa 500 Meter östlich von der eigentlichen Festung. Die Franzosen nennen diese Anlage auch Redoute Lasalle. Sie besteht aus einer kleinen Infanteriekaserne, zwei kleinen Nebenwerken, zwei Wachtürmen und vier Schnecken. Selbstredend ist alles umgeben von Gräben, Schutzzäunen und Stacheldrahthindernissen.

Im Gegensatz zur Zentralkaserne der Festung befindet sich der Infanteriestützpunkt außerhalb des militärischen Sperrbezirks - jedenfalls außerhalb des Bereichs, der von der französischen Armee ständig be- und überwacht wird. Also erkundete ich den Stützpunkt wiederholt. Denn bereits bei meinem ersten Besuch hatte er mich in seinen Bann gezogen.


Rundgang durch den Infanteriestützpunkt II

Feste Lothringen

Rundgang durch die Infanteriekaserne


Lange Zeit habe ich mir einen ausführlichen Rundgang durch diese Infanteriekaserne aufgespart. Bei meinem dritten Besuch war es endlich soweit. Ich war überrascht davon, was die Kaserne (fotografisch) zu bieten hat.

    • Festungen rund um Metz - Feste Lothringen - Linker Infanteriestützpunkt


Mein fotografisches Highlights der zweigeschossigen Infanteriekaserne II waren für mich die beiden Gänge auf jeder Etage und der massive Schutz der Fenster, die seinerzeit und ungewöhnlicherweise aus schlichten Glasfenstern bestanden. Mit letzterem hätte ich in einem Infanteriewerk nicht gerechnet und sah es auch zuvor bei keinem Besuch anderer Festungen rund um Metz. Neben den längen Gängen fand ich wenig, was mich tatsächlich in seinen Bann zog. Von beiden Gängen gehen etliche Räume ab ... leer. Und das Treppenhaus, welches die Etagen miteinander verband war auch so lala.



Die Feste Lothringen besteht aus mehreren, nicht zusammenhängenden Stützpunkten. Während die Hauptkaserne heute wegen militärischer Nutzung nicht besucht werden kann, schaute ich mir den Infanteriestützpunkt I, Infanteriestützpunkt II und die 10-cm-Panzerbatterie an.



Wissenswert.

Ich gab mir Mühe und versuchte die lange
Geschichte des Festungsbaus mit wenigen Worten
zusammenzufassen. Dabei konzentriere ich mich
auf die preußischen Festungen Ende des 18. Jahrhunderts.

    • LINK: WISSENSWERTES

Wenn Du die konkrete Lage der einzelnen
Festungen rund um Metz erfahren möchtest,
lade Dir die KMZ für Google Earth herunter.
Ich rate Dir aber zu äußerster Vorsicht bei Besuchen.