Regelbau 501
Mannschaftsunterkunft für 10 Soldaten


Westwall - Siegfried-Linie
Bunker der deutschen Verteidigungslinie,
die zwischen 1938 und 1940 entstand und
über eine Länge von 630 Kilometern die
Westgrenze Hitler-Deutschlands sichern sollte.




Regelbau 501 - Mannschaftsunterkunft für 10 Soldaten


Der Regelbau vom Typ 501 kam bei der Errichtung des Westwalls ziemlich häufig zum Einsatz. Er wurde – je nach Gegebenheit (und gelegentlich auch abhängig von der Material- bzw. Rohstoffversorgung) mit und ohne Eisenverstärkung in Wänden und Decke errichtet. Anfangs hatte er keinen eigenen und nennenswerten Kampfwert. Er diente schlicht als Standardunterkunft für insgesamt zehn Soldaten. Spätere Versionen wurden mit einer Maschinengewehrstellung auf der rechten Seite versehen, um diesen Mangel zu beheben. Die Darstellung des Regelbaus vom Typ 501 - Mannschaftsunterkunft zeigt die Version mit MG-Stellung.

Dieser Bunkertyp hatte ausschließlich eine flankierende Funktion und wurde meist in einer räumlich auseinandergezogenen Gruppe weiterer Bunkern gebaut. Gelegentlich wurde er auch als Feuerwehrbunker eingesetzt. Der einzige Unterschied bestand letztlich in der Funktion der Soldaten, die dort eine abgesicherte Unterkunft finden sollten.

Der Eingang des Bunkers konnte durch eine kleine Nahkampfscharte hindurch verteidigt werden. Hier war ein leichtes Maschinengewehr installiert. Danach folgt die obligatorische Gasschleuse, die jeder Soldat durchschreiten musste, wenn er in das Innere der Anlage gelangen wollte. Im Fall eines Gasangriffes hätten sich hier die Soldaten dekontaminieren müssen. Selbstredend sind alle Durchgänge mit schweren (und gassicheren) Stahltüren gesichert.

Erst nach der Gasschleuse gelangt man in den Bereitschaftsraum des Regelbaus. Es ist der einzige Innenraum des Bunkers. Die Feldbetten der Soldaten waren an den Wänden angebracht; sie konnten tagsüber an dieser arretiert werden, um im Inneren zusätzlichen Platz zu schaffen. Obligatorisch waren der Metallofen und ein handbetriebenes Ventilationsgerät zur Versorgung mit Frischluft. Bei einem Gasangriff konnten die Soldaten hier Kohlefilter anbringen, die die Luft reinigten.

Im Bunker selbst ist keine Fläche für die Bevorratung größerer Mengen an Lebensmitteln vorgesehen. Das unterscheidet ihn beispielsweise vom Westwall-Regelbau 108b, den ich auf dieser Homepage ebenfalls vorstelle. Die Soldaten wurden komplett von außen versorgt. Einmal am Tag musste einer von ihnen mit dem Kochgeschirr der Kameraden zur Versorgungsstelle gehen, um Essen zu empfangen. Heißt eigentlich: Im Fall eines Angriffs konnten die Soldaten hier zeitlich begrenzt Zuflucht und Schutz suchen. Mehr Sicherheit bot dieser Bunker ihnen nicht. Einer Belagerung konnte er nicht Stand halten.




Sehenswert.

Zur Einführung in das Thema solltest Du Dir bei Youtube eine Dokumentation über den Zweiten Weltkrieg ansehen. Ich finde, dass man die Vergangenheit kennen sollte, um die Gegenwart zu verstehen.

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Passend zum Thema habe ich Dir auch eine Dokumentation über Nazi-Deutschland herausgesucht. Es fasst das Aufkommen und das Ende des Dritten Reiches zusammen und ist sehr informativ.

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