Exkurs:
Chronik des Ersten Weltkriegs



Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht verstehen.
Wer die Gegenwart nicht versteht,
kann die Zukunft auch nicht gestalten.

George Santayana
1863-1952



Chronik des Ersten Weltkriegs

Der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 war der erste industriell geführte Krieg der Menschheitsgeschichte. Es war auch der erste „totale“ Krieg. Niemals zuvor kämpften Armeen in einem solch gigantischen Ausmaß gegeneinander und niemals zuvor wurde auch die Zivilbevölkerung direkt ins Kriegsgeschehen einbezogen. Am Ende des Ersten Weltkriegs befanden sich drei Viertel der Weltbevölkerung im Kriegszustand. Diese Chronik des Ersten Weltkriegs gibt Dir einen (groben) Überblick über die wichtigsten Ereignisse, die zum Krieg führten bzw. die wichtigsten und leider auch blutigsten Schlachten, die die Menschheit seit langer Zeit sah. Zusätzlich kannst Du auch eine KMZ-Datei nutzen, die ich eigens erstelle und die zum Download für google-earth bereitsteht. Sie gibt Dir ebenfalls einen Überblick über die wichtigsten Kriegsschauplätze.


Kriegskarte aus der Zeit des Ersten Weltkriegs

Weltkrieg

    • Erster Weltkrieg - Kriegskarte Ravenstein - Ost-Frankreich und Paris

      Kriegskarte der Schlachtfelder in Frankreich

    • Ravenstein: Kriegskarte Ober-Italien - Erste Weltkrieg

      Kriegskarte der Schlachtfelder in Norditalien

    • Ravenstein: Kriegskarte Belgien und angrenzendes Frankreich

      Kriegskarte der Schlachtfelder in Belgien

Wenn Du Dir einen Überblick über die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs verschaffen möchtet, schaue Dir die zuvor gezeigten Karten an. Klick auf das jeweilige Bild und ich leite Dich jeweils zu einer hochauflösenden Karte weiter, die die Royal Library of Belgium Interessierten digital zur Verfügung stellt.




Der Erste Weltkrieg - Chonik der Schlachten

erste Weltkrieg

  • 28. Juni 1914 - Attentat von Sarajevo

    Tödliches Attentat auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin in Sarajevo durch serbische Nationalisten. International werden starke Spannungen ausgelöst. Sie steigern sich zur "Juli-Krise" und führen zum Ersten Weltkrieg. Das Bild zeigt den Thronfolger mit seiner Familie.

    Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand d'Este mit seiner Familie
  • 5. Juli 1914

    Der deutsche Kaiser sichert Österreich-Ungarn seine Unterstützung zu. Später wird dieses als "Blankoscheck" interpretiert. Doch Wilhelm II. geht noch davon aus, dass der Konflikt zwischen dem Verbündeten und Serbien regional begrenzt sein wird. Sorglos beginnt er seine jährliche Nordlandreise. Er fährt also in den Urlaub.

    Diese Reaktion verwundert nicht weiter. Denn deutsche Militärs fühlten sich schon lange Zeit umzingelt von anderen europäischen Mächten und sahen in Österreich-Ungarn den einzigen wahren verbündeten. Entsprechend ging die Propaganda darauf ein. Nachfolgende eine Postkarte aus Deutschland von 1914.

  • 23. Juli 1914

    Österreich-Ungarn stellt Serbien ein 48-Stunden-Ultimatum. Serbien wiederum versucht die Forderungen zu erfüllen, kann jedoch nicht bei allen Punkten nachgeben. Gleichzeitig mobilisiert es seine Armee, worauf Österreich-Ungarn wiederum die eigenen Truppen mobilisiert und die diplomatischen Beziehungen abbricht. In Russland verfolgt man sorgevoll die Entwicklung und beschließt, dem verbündeten Serbien im Fall eines Krieges beizustehen.

  • 28. Juli 1914

    Kriegserklärung: Österreich-Ungarn erklärt Serbien den Krieg und beginnt einen Tag später mit der Beschießung von Belgrad. Russland ist alarmiert und muss reagieren.

  • 30. Juli 1914

    In Russland kommt gegenüber Serbien die erst wenige Tage zuvor verbal vom Zaren erneuerte Bündnisverpflichtungen nach und ordnet die Mobilmachung an.

    Unabhängig davon: In Deutschland lief die Kriegspropaganda an. Es gab unzählige Postkarten, die das Militär und den Kaiser verherrlichten. Das folgende Beispiel bezieht sich sogar auf den deutsch-französischen Krieg 1870/71, den Deutschland gewann.

  • 1. August 1914

    Kriegserklärung:
    Deutschland an Russland

    Das Kaiserreich fühlt sich schon seit längerer Zeit von Russland bedroht und muss zu seiner Bündnisverpflichtung gegenüber Österreich-Ungarn stehen. Also erklärt es Russland den Krieg. Die deutsche Bevölkerung begleitet die gleichzeitige Generalmobilmachung mit "pariotischen Ausbrüchen". Man ging von einem schnellen Sieg über die Feinde aus. Nach der Kriegserklärung wendete sich Wilhelm II. mit einer Rede an das deutsche Volk. Sie wurde am 7. August in deutschen Zeitungen veröffentlicht. Seine berühmte Rede zum Kriegsbeginn hingegen nahm er erst am 10. Januar 1918 auf - kurz vor Ende des Krieges. Klick ins Bild und Du kannst sie hören.

    Deutscher Kaiser - Kaiser Wilhelm II
  • 2. August 1914

    Dem deutschen Generalstab war klar, dass nach der Kriegserklärung an Russland auch Frankreich in den Krieg eintreten wird. Beide Nationen waren Verbündete. Also beschließt man die Umsetzung des Schlieffen-Plans, der einen schnellen Sieg über Frankreich garantieren sollte. Man volle unbedingt einen Zwei-Fronten-Krieg vermeiden.

    Zur Umsetzung des Schlieffen-Plans marschierten deutsche Truppen in das neutrale Luxemburg ein. Außerdem stellte man dem ebenfalls neutralen Belgien ein Ultimatum und forderte den freien Durchmarsch der eigenen Truppen. Gleichzeitig schließen das Osmanische Reich (also die heutige Türkei) und Deutschland eine Bündnisvereinbarung.

    Erster Weltkrieg - Einmarsch in Frankreich - Kriegsverlauf 1914
  • 3. August 1914

    Kriegserklärung:
    Deutschland an Frankreich

  • 4. August 1914

    Kriegserklärung:
    Großbritannien an Deutschland
    Deutschland an Belgien

    An diesem Tag marschierten deutsche Truppen in das neutrale Belgien ein, weil sie den Schlieffen-Plan von 1906 umsetzen wollten. Sie erhofften sich davon einen schnellen Sieg über Frankreich. Großbritannien bricht die diplomatischen Beziehungen zu Deutschland ab und erklärt dem Kaiserreich den Krieg.

  • 6. August 1914

    Kriegserklärung:
    Österreich-Ungarn an Russland
    Serbien an Deutschland

  • 7. August 1914 - Besetzung von Lüttich

    Deutsche Truppen besetzen unter Generalmajor Erich Ludendorff das belgische Lüttich und versuchen die die Stadt schützenden Festungen sturmreif zu schießen.
    Youtube: Vormarsch durch Belgien.


    Erster Weltkrieg - Deutsche Mörserstellung im Feuergefecht
  • 12. August 1914

    Kriegserklärung:
    Großbritannien an Österreich-Ungarn

  • 13. August 1914

    Kriegserklärung:
    Frankreich an Österreich-Ungarn

  • 22. August 1914

    Kriegserklärung:
    Österreich-Ungarn an Belgien

  • 19. und 20. August 1914 - Besetzung von Brüssel

    Deutsche Truppen besetzen Brüssel. Zwei Tage zuvor sind bereits die Festungen rund um Lüttich gefallen - nach massiven Besucht deutscher Artillerie.

    Erster Weltkrieg: Zerstörter Bunker
  • 20. August 1914 - Schlacht bei Gumbinnen

    Am 15. August 1914 marschierten russische Truppen im Rahmen einer Großoffensive in Ostpreußen ein. Ihnen stellte sich die 8. Armee entgegen. Bei der großen Schlacht bei Gumbinnen ging sie für die Deutschen verloren. Daraufhin wird General Paul von Hindenburg und Ludendorff die Führung übergeben. Youtube: Dokumentation.

    Erster Weltkrieg - Nach dem Gefecht ... Säuberung eines erstürmten Dorfes vom Feind
  • 25. August 1914 - Fall der Festungen rund um Namur

    Deutsche Truppen setzen ihren Vormarsch durch Belgien weiter fort. An diesem Tag nehmen sie den Festungsring rund um Namur ein.

  • 26. August 1914 - Schlacht von Tannenberg

    Das kaiserliche Heer siegt bei der Schlacht bei Tannenberg, die heute noch als Mythos gilt. Sie vernichtet die russische Narew-Armee. Die Schlacht fand in der Gegend südlich von Alleinstein in Ostpreußen vom 26. August bis 30. August 1914 zwischen deutschen und russischen Armeen statt. Die deutsche Seite bot 153.000 Mann auf. Die Russen verfügten sogar über 191.000 Soldaten. Youtube: Dokumentation.

    Erster Weltkrieg - Einschlagende Granaten
  • 28. August 1914 - Schlacht von St. Quentin

    Die Schlacht von St. Quentin ist auch als die Schlacht von Guise bekannt. Beides sind Ortschaften in Frankreich, in deren Nähe die Schlacht zwischen dem 28. und 30. August 1914 tobte. Das nachfolgende Foto zeigt deutsche Truppen beim Vormarsch auf St. Quentin im Jahr 1914.

    Erster Weltkrieg - Ein Minenwerfer wird geladen
  • 5. September 1914 - Marne-Schlacht

    Der Plan des deutschen Generalstabs scheint aufzugehen. Innerhalb weniger Wochen konnte das kaiserliche Heer Luxemburg und Belgien durchqueren und steht unweit von Paris an der Marne. Hier beginnt die erste große Schlacht des Ersten Weltkriegs - die Marne-Schlacht vom 5. bis 12. September 1914.
    Youtube: Schlacht an der Marne.


    Erster Weltkrieg - Aufnahme eines Schlachtfeldes aus der Luft
  • 12. September 1914 - Schlacht an der Aisne

    Die Schlacht an der Aisne von 12. bis 20. September 1914 entwickelte sich infolge des Rückzuges des deutschen Westheeres nach der Niederlage an der Marne. Sie war die erste Schlacht des Ersten Weltkrieges, in der sich die Truppen wegen des starken Artilleriebeschusses neben den Angriffen auch in Schützengräben verteidigen mussten. Die Schlacht markiert den Beginn des Stellungskrieges an der Westfront.

    Erster Weltkrieg - Ein deutscher Mörser wird in Stellung gebracht
  • 20. Oktober 1914 - erste Flandernschlacht

    Die erste Flandern- oder Ypernschlacht fand gegen Ende der ersten Phase des Ersten Weltkriegs statt. Sie dauerte vom 20. Oktober bis 18. November 1914 und wurde zwischen deutschen und alliierten Truppen im Raum der belgischen Kanalküste in Westflandern ausgetragen.

    Erster Weltkrieg - Deutscher Verbandsplatz unmittelbar hinter der Front
  • 1. November 1914

    Kriegserklärung:
    Russland an das Osmanische Reich

  • 2. November 1914

    Kriegserklärung:
    Serbien an das Osmanische Reich

  • 5. November 1914

    Kriegserklärung:
    Großbritannien an das Osmanische Reich
    Frankreich an das Osmanische Reich

  • 14. Dezember 1914 - Schlacht in den Karpaten

    Die Schlacht in den Karpaten war eine der verlustreichsten Schlachten des Ersten Weltkriegs zwischen den Mittelmächten und dem russischen Reich. Wie wird auch die Winterschlacht in den Karpaten genannt. Sie dauerte von Dezember 1914 bis März 1915.

    Erster Weltkrieg - Erbeutete italienische Geschütze am Straßenrand
  • 24. Dezember 1914 - Weihnachten an der Westfront

    An einzelnen Abschnitten der Westfront kam an zu Weihnachten zu spontanen "Soldatenverbrüderungen". Die Soldaten verließen die Schützengräben, um mit den Feinden auf der "anderen Seite" das Weihnachtsfest zu feiern.

  • Kriegsjahr 1915

  • 22. April 1915 - zweite Flandernschlacht

    In der zweiten Ypernschlacht des Ersten Weltkriegs versuchten deutsche Truppen am 22. April 1915 in einer erneuten Offensive die Stellungen der Alliierten an der Westfront bei Ypern zu durchstoßen. Das deutsche Heer setzte bei dieser Schlacht erstmals Giftgas in Form von Chlorgas ein. Einen nennenswerten Erfolg konnten sie dadurch nicht erzielen. Youtube: Gashölle Ypern.

    Erster Weltkrieg - Soldaten posieren mit ihren Gasmasken vor einen Fotografen
  • 1. - 3. Mai 1915 - Durchbruchschlacht

    Die Durchbruchschlacht deutscher und österreich-ungarischer Truppen unter August von Mackensen in den Karpaten leitet eine bis September dauernde Offensive mit großen Geländegewinnen ein.

    Erster Weltkrieg - Gefangene Italiener auf dem Weg zu einer Sammelstelle
  • 23. Mai 1915

    Kriegserklärung: Italien an Österreich-Ungarn

  • 5. Juli 1915 - Dolomitenoffensive

    Die erste Dolomitenoffensive fand im Juli 1915 statt und war eine Auseinandersetzung zwischen italienischen Angreifern und östereich-ungarischen Verteidigern im Bereich zwischen dem Col di Lana und dem Tofana-Massiv westlich von Cortina d’Ampezzo .

    Erster Weltkrieg - Schweres italienisches Geschütz
  • 23. Juni 1915 - Isonzo-Schlacht

    Isonzo-Schlacht: Am 23. Juni 1915 beginnt die erste von insgesamt zwölf sehr blutigen Auseinandersetzungen zwischen Italien und Österreich-Ungarn. Die Kämpfe enden erst am 24.10.1917. Benannt wurden sie nach dem Fluss Isonzo, um dessen Tal sich die Fronten zogen. Das Gebiet liegt größtenteils im heutigen Slowenien.

    Erster Weltkrieg - Toter Soldat in einem Schützengraben
  • 21. August 1915

    Kriegserklärung:
    Italien an das Osmanischen Reich

  • 6. September 1915

    Bündnisvertrag Deutschlands und Österreich-Ungarns mit Bulgarien

  • 22. September 1915 - Champagne-Schlacht

    Beginn der 2. Champagne-Schlacht.

    Erster Weltkrieg - Bilder von den Schlachtfeldern
  • 14. Oktober 2015

    Kriegserklärung:
    Bulgarien an Serbien

  • 15. Oktober 1915

    Kriegserklärung:
    Großbritannien an Bulgarien

  • 16. Oktober 1915

    Kriegserklärung:
    Frankreich an Bulgarien

  • Kriegsjahr 1916

  • 21. Februar 1916 - Schlacht von Verdun

    Die blutige Schlacht von Verdun begann am 21. Februar 1916 mit einem Angriff deutscher Truppen auf die französische Stadt Verdun und ihre Befestigungen. Sie endete am 19. Dezember 1916 ohne wesentliche Verschiebungen des Frontverlaufs.

    Das nachfolgende Bild zeigt eine Luftaufnahme des Fort Douaumont, welches bei der Schlacht von Verdun besonders heftig umkämpft wurde.
    Youtube: Schlacht von Verdun.

    Erster Weltkrieg - Verdun - Fort Douaumont - Fliegeraufnahme vom Fort Douaumont und dem Dorf Douaumont vom 25. Februar 1916
  • 1. Juli 1916 - Schlacht an der Somme

    Die Schlacht an der Somme war eine der größten Schlachten an der Westfront. Sie begann am 1. Juli und wurde am 18. November 1916 abgebrochen. Entscheidende Geländegewinne konnte während dieser Monate keine der beiden Kriegsparteien machen. Mit über einer Million getöteten, verwundeten und vermissten Soldaten ist die Schlacht an der Somme auch eine der blutigsten Schlachten des Krieges.
    Youtube:
    Schlacht an der Somme.

    Erster Weltkrieg - Deutsche Infanterie verlässt die Stellung zum Sturm
  • 15. September 1916 - Tanks auf den Schlachtfeldern

    Im September 1916 wurden die ersten Kampfpanzer vom Typ Mark I auf den Schlachtfeldern an der Somme eingesetzt. Die Generäle erhofften sich davon, wieder Bewerbung in den festgelaufenen Stellungskrieg zu bringen.

    Erster Weltkrieg - Englische Tank beim Angriff auf deutsche Stellungen
  • Winter 1916 - Hungersnot in Deutschland

    Für die deutsche Bevölkerung verschlechtert sich die Versorgungslage zunehmend. Viele Menschen leiden Hunger. Dieser Winter geht auch als der "Steckrübenwinter" in die deutsche Geschichte ein.

  • Kriegsjahr 1917

  • 8. März 1917

    Ausbruch der russischen Februarrevolution. Der Zar dankt wenige Tage später (15.3.) ab. Es wird eine provisorische Regierung gebildet.

  • 6. April 1917

    Kriegserklärung:
    USA an Deutschland

  • 16. April 1917 - Schlacht an der Aisne

    Die zweite Schlacht an der Aisne an der Westfront begann am 16. April 1917. Frankreichs Armee startete nach den vergeblichen Durchbruchsversuchen des Jahres 1915 erneut eine, diesmal minutiös vorbereitete Großoffensive gegen den als uneinnehmbar geltenden Höhenzug des Chemin des Dames. Die nach dem französischen Oberbefehlshaber benannte Nivelle-Offensive brachte den Franzosen wenig Geländegewinne und schwere Verluste. Nachdem es bei den Angriffstruppen zu Meutereien gekommen war, musste der Angriff Ende Mai abgebrochen werden.

    Erster Weltkrieg - Aufnahme eines Feldgeschützes beim Abfeuern eines Schusses
  • 16. April 1917 - Champagne-Schlacht

    Beginn der Champagne-Schlacht, die bis zum 25.5.1917 dauert. Und Ausbruch der Schlacht am Chemin des Dames (Nivelle-Offensive).

    Erster Weltkrieg - Ein Tank wird von Flammenwerfern angegriffen
  • 29. April 1917 - Meuterien in der französischen Armee

    In der französischen Armee brechen immer wieder Meutereien aus. Die Soldaten wehren sich dagegen, dass sie zu Hunderttausenden von den Generälen in den Schlachten geopfert werden. Die Meutereien dauern bis Anfang Juni 1917 - werden aber immer wieder blutig niedergeschlagen.

  • 3. Juli 1917

    Amerikanische Soldaten betreten die Schlachtfelder in Europa.
    Ein Vorauskommando trifft in Frankreich ein.

  • 31. Juli 1917 - dritte Flandernschlacht

    Die dritte Flandernschlacht war ein Versuch der Alliierten an der Westfront einen Durchbruch im Raum Ypern zu erzielen. Sie begann am 31. Juli 1917 und endete am 6. November 1817 mit der Eroberung des Dorfes Passendale. Ein Durchbruch gelang den Alliierten allerdings nicht, auch wenn die Geländegewinne recht bedeutend waren.

    Erste Weltkrieg - deutsche Panzer beim Angriff
  • 29. Juni 1917

    Kriegserklärung:
    Griechenland erklärt Deutschland, Österreich-Ungarn,
    dem Osmanischen Reich und Bulgarien den Krieg.

  • 6. - 7. November 1917

    Bolschewistische Oktoberrevolution in Russland:
    Die bürgerliche Regierung wird durch die Bolschewiki unter
    Lenin gestürzt.

  • 7. Dezember 1917

    Kriegserklärung:
    USA an Österreich-Ungarn

  • 20. November 1917 - Schlacht von Cambrai

    Die Schlacht von Cambrai war die erste große Panzeroffensive der Geschichte und begann am 20. November 1917, nahe dem strategisch wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Cambrai in Frankreich, 1917 eine Schlüsselstellung für die deutsche Siegfriedstellung.

    Die Briten erhofften sich von dieser Schlacht nicht nur einen Durchbruch durch das deutsche Stellungssystem, sondern vor allem, dem Kriegsverlauf durch den Einsatz von Panzern eine entscheidende Wende zugunsten der Alliierten zu geben. Seit mehr als drei Jahren standen die Frontlinien mehr oder weniger still, und Millionen von Soldaten waren bei oftmals sinnlosen Frontalangriffen gefallen.

    Erster Weltkrieg - Deutsche Soldaten transportieren einen verwundeten Soldaten
  • Kriegsjahr 1918

  • 28. Januar 1918 - "Januarstreik"

    Beginn eines Massenstreiks von über einer Million Arbeiter in Deutschland. Die Streiks dauern bis zum 22. Januar 1918

  • 21. März 1918 - Frühjahrsoffensive

    Als Frühjahrsoffensive bezeichnet man eine Serie von fünf Offensiven des deutschen Heeres an der Westfront im letzten Kriegsjahres 1918. Sie begann am 21. März 1918. Angefangen mit der Operation Michael (auch Große Schlacht in Frankreich oder Kaiserschlacht genannt) war die Frühjahrsoffensive der letzte Versuch des Deutschen Kaiserreichs, an der Westfront einen für die Mittelmächte günstigen Ausgang des Krieges herbeizuführen. Die Angriffsoperationen kamen für die Alliierten überraschend, da sie an einen nahen Zusammenbruch des deutschen Heeres glaubten.

    Erster Weltkrieg - Ein vom Artilleriefeuer zerstörter Verbandsplatz
  • 7. April 1918 - vierte Flandernschlacht

    Am 7. April 1918 begann die vierte (und letzte) Schlacht um Ypern. Sie dauerte bis zum 29. April des Jahres. Das nachfolgende Bild zeigt englische Artillerie bei einem schweren Feuergefecht während der Schlacht um Ypern.

    Erster Weltkrieg - Englische Soldaten an vorderster Front warten auf den Angriff
  • 27. Mai 1918 - Schlacht an der Aisne

    Die dritte Schlacht an der Aisne dauerte vom 27. Mai bis zum 6. Juni 1918. Sie war nach der festgelaufenen Frühjahrsoffensive der deutschen Heeresführung der Versuch, doch noch an der Westfront einen Sieg zu erringen. Anfangs brachte der Angriff erhebliche Geländegewinne. In der Schlussphase war ein großer Frontbogen geschlagen. Die deutschen Kräfte reichten allerdings für die Fortsetzung der Offensive nicht mehr aus.

    Erster Weltkrieg - Ein erbeutetes feindliches Geschütz warten auf den Abtransport
  • 8. August 1918

    Dieser Tag geht als "schwarzer Tag des deutschen Heeres" (Zitat von Erich Ludendorff) in die deutsche Geschichte ein. Denn britische Truppen durchbrechen die Front bei Amiens.

    Erster Weltkrieg - Soldaten im hinteren Schützengraben während einer Pause vom Einsatz an der vordersten Front
  • 12. September 1918 - Schlacht von St. Mihiel

    Die Schlacht von St. Mihiel dauerte vom 12. bis zum 15. September 1918. Alliierte Truppen versuchten dabei einen seit Jahren von den Deutschen gehaltenen, strategisch bedeutsamen Frontvorsprung bei Saint-Mihiel zurückzugewinnen. Der Angriff war die erste selbstständige Aktion des amerikanischen Expeditionskorps im Ersten Weltkrieg. Bei dieser Schlacht kam es u.a. zu einem massiven Einsatz von Tanks, die im Verlauf der Schlacht eine bedeutende Rolle spielten.

    Erster Weltkrieg - Oktober 1915 - französische 22-cm-Mörser im Kampf gegen deutsche Artillerie
  • 27. Oktober 1918

    Waffenstillstand:
    Österreich-Ungarn bietet den Alliierten Waffenstillstand an.

  • 31. Oktober 1918

    Waffenstillstand
    zwischen den Alliierten und dem Osmanischen Reich

  • 8. November 1918

    Beginn der Waffenstillstandsverhandlungen in Compiègne

  • 9. November 1918

    Der deutsche Kaiser Wilhelm II. dankt ab.

    Abdankung des Kaisers Wilhelm II. und Ausrufung der Republik durch Philipp Scheidemann - Übertragung der Regierungsgewalt an den "Rat der Volksbeauftragten" unter Vorsicht von Friedrich Ebert.

  • 3. November 1918 - Novemberrevolution

    Beginn der Novemberrevolution im Deutschen Kaiserreich. Sie breitet sich von Kiel über ganz Deutschland aus.

  • 11. November 1918 - Tot des letzten Soldaten

    Am 11. November 1918 fiel Henry Nicholas Gunther. Er war Amerikaner und der letzte Gefallene des Ersten Weltkriegs.

    Erster Weltkrieg - Eine Verteidigungsstellung nach einem Gefecht
  • 11. November 1918

    Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrags über das endgültige Ende aller Kämpfe an der Westfront.

Erste Weltkrieg


Quelle der Bilder:
Der Weltkrieg im Bild | Originalaufnahmen des Kriegs-Bild- und Filmamtes aus der modernen Materialschlacht
Autor:George Soldan | Ausgabe 1928





Wissenswert.

Der Erste Weltkrieg war die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Es war ein industrieller Krieg.
Um Dir einen Eindruck zu vermitteln, habe ich einige Bilder zusammengetragen.

    • LINK: WISSENSWERTES

Zwischen 1914 und 1918 brannte die Erde. Wichtige Schlachten des Ersten Weltkriegs in Europa habe ich in einer KMZ für Google-Earth zusammengetragen. Sie hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Der Erste Weltkrieg war die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Es gibt etliche Dokumentationen über den Verlauf dieses großen Schlachtens. Diese kann ich Dir ganz besonders empfehlen.

    • LINK: FILM

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