Festungen
der Barrière de Fer




General Séré de Rivières

Seit Auftrag lautete:
« Créer sur la frontière qui s'étend de Calais à Nice,
en arrière de cette frontière et jusqu'à Paris,
un système défensif général en tenant compte des
conditions de la guerre moderne, des effectifs mis en ligne,
de l'importance des chemins de fer et des progrès de l'artillerie. »

An der Grenze, die sich von Calais bis Nizza,
hinter dieser Grenze und bis nach Paris erstreckt,
ein allgemeines Verteidigungssystem zu schaffen,
indem die Bedingungen des modernen Krieges,
die Bedeutung der Eisenbahnen und der Fortschritt der
Artillerie berücksichtigt werden.





Bild

General Séré de Rivières - Erbauer der Barrière de Fer

Die französische Verteidigungslinie - Barrière de Fer


1871: Frankreich war geschockt. Der Deutsche-Französische Krieg 1870/71 ging schmachvoll verloren und man musste die wichtigen Regionen Elsass-Lothringen an das neu gegründete deutsche Kaiserreich abtreten. Dies wäre vielleicht noch zu verkraften gewesen. Schlimmer war, dass der neue Grenzverlauf zu Deutschland schutzlos war. Es gab dort keine Festungsanlagen, die einen erneuten Einmarsch deutscher Truppen in Heimatland hätte aufhalten können. Das empfand die französische Regierung als derart bedrohlich, dass man innerhalb kurzer Zeit den Ingenieur und General Raymond Aldophe Séré de Rivières mit dem Bau einer Festungslinie beauftragte und die dafür notwendigen Millionen freigab. Es entstand die Barrière de Fer, die heute als Vorläufer der späteren Maginot-Linie gilt. Franzosen nennen dieses mächtige Bollwerk heute voller Stolz auch Système Séré de Rivières.

Schematische Darstellung der Festungsanlagen der Barrière de Fer - Frankreich

Barrière de Fer - schematischen Darstellung

Externer Link - historische Landkarte:
Karte der südlichen Westfront

Das militärische Konzept der Barrière de Fer basierte auf einer Kette neu zu errichtender Festungen, mit denen man strategisch bedeutende Städte entlang der deutsch-französischen Grenze und deren wichtigen Verkehrsknotenpunkte schützen konnte. Alles in allem entstanden zwischen 1874 und 1885 insgesamt 166 Festungen, 43 Zwischenwerke und weitere 250 Batterien. Der neue Verteidigungswall reiche von Dünkirchen im Norden bis nach Nizza am Mittelmeer. Seinen militärischen Schwerpunkt hatte er jedoch auf Höhe der deutsch-französischen Grenze in Ostfrankreich.

Ankerpunkt des Systems waren die sogenannten Camps Retranchés. Das waren Großfestungen, die wiederum von Gürtelforts geschützt wurden. Sie wurden um die Städte Verdun, Toul, Épinal und Belfort angelegt, indem man auf den die Städte umgebenden Höhen jeweils einen Gürtel aus Forts und Zwischenwerken errichtete. Die neuen Verteidigungsanlagen befanden sich meist fünf bis sechs Kilometer von den Städten entfernt. Die Forts dienten der Armee als Operationszentralen und Logistikzentren. Selbstredend waren sie in der Lage, das Vordringen feindlicher Kräfte zu stoppen. Zwischen den Städten Verdun/Toul bzw. Épinal/Belfort errichtete Revières weitere Zwischen- oder Verbindungsforts. Sie wurden auch Rideau-Forts genannt. Sie deckten den Zwischenraum zwischen den Großfestungsanlagen und bewirkten, dass anrückende Truppen die strategisch wichtigen Städte nicht umgehen konnten.

Einzig zwischen Toul und Épinal gab es keine Verbindungsforts. Dieser Bereich wurde Trouée de Charmes (dt: Loch von Charmes) genannt. Man erwartete, dass vorrückende Truppen diese Stelle nutzen würden, um die Linien zu durchbrechen. Da in einem solchen Fall die Truppen auf engen Raum konzentrierten, hoffte man, die Angreifer besser zurückschlagen zu können. Zu guter Letzt wurden wichtige Verkehrsknotenpunkte, die nicht in Reichweite der Festungsgürtel lagen, durch Sperrforts gesichert. Man nannte sie Forts d’Arrêt. Sie befanden sich in unmittelbarer Nähe von Eisenbahnlinie und waren auf den eigenständigen Kampf ausgerichtet.




Festungen der Barrière de Fer

Barriere de Fer

FESTUNGEN RUND UM VERDUN

11 Festungen | 3 Monumente
Karten | Chronik | historische Bilder

FESTUNGEN RUND UM TOUL

13 Festungen
Karte | historische Bilder

FESTUNGEN RUND UM BELFORT

Karte | historische Bilder
Serie im Aufbau

FESTUNGEN RUND UM ÉPINAL

Karte | Serie im Aufbau

Barriere de Fer


Best of: Sechs eindruckvollsten Festungen der Barrière de Fer

Barriere de Fer

FORT DE DOUAUMONT
Festung nordöstlich von Verdun

Bildergalerie mit Innen- und Außenaufnahmen
und historischem Material zur Geschichte.
Heute ein frequentiertes Museum.

FORT DE VILLEY-LE-SEC
Festungsstadt südöstlich von Toul

Bildergalerie mit Innen- und Außenaufnahmen.
Heute ein eindrucksvolles Museum.

FORT SAINT-MICHEL
Große Festung nördlich von Toul

Schlafende Festung, die leider verfällt.
Bildergalerie mit Außenaufnahmen

FORT D'ÉCROUVES
Festung westlich von Toul

Schlummernde Festungsanlage mit
einer eindrucksvollen Zentralkaserne;
Bildergalerie mit Innen- und Außenaufnahmen

FORT DE GÉNICOURT
Festung südlich von Verdun

Verlassene Festung am Rande des früheren
Schlachtfelds von Verdun. Bildergalerie mit
Aufnahmen aus dem Inneren der Festung

FORT FORT JOUY-SOUS-LES-CôTES
Festung zwischen Verdun und Toul

Museum, Bildergalerie mit Außenaufnahmen
dieser restaurierten Festung

www.festungen.info ist eine private Homepage und verfolgt keine kommerziellen Zwecke. Dennoch verwendet diese Website auch Cookies, um Ihnen das beste Surf-Erlebnis zu ermöglichen und eine Reichweitenmessung durchzuführen. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.