Gros Ouvrage du Simserhof


Maginot Linie:
Eine französische Verteidigungslinie,
die zwischen den Weltkriegen
zum Schutz gegen Deutschland entstand.


Maginot Linie
Région fortifiée de la Lauter

Secteur fortifiée de Rohrbach
Gros Ouvrage Simserhof

Deutscher Name:
Artilleriewerk Simserhof




Gros Ouvrage du Simserhof

Das Gros Ouvrage du Simserhof gehört zum Festungsabschnitt Lauter (Secteur fortifié de la Lauter) der Maginot Linie. Das mächtige Artilleriewerk ist eine der größten Anlagen dieser Festungslinie, die vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs von Frankreich errichtet wurde. Es hat eine wichtige Sicherungsfunktion in der Region, denn Simserhof soll nicht nur die Deutschen am Durchbrechen auf diesem Festungsabschnitt hindern, sondern auch kleine Festungswerke wie beispielsweise die Petit Ouvrages Welschhof oder Rohrbach zusätzlich durch die eindrucksvolle Festungsartillerie schützen.


Gros Ouvrage du Simserhof

Das Gros Ouvrage du Simserhof gehört zum Festungsabschnitt Lauter (Secteur fortifié de la Lauter) der Maginot Linie. Das mächtige Artilleriewerk ist eine der größten Anlagen dieser Festungslinie, die vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs von Frankreich errichtet wurde. Es hat eine wichtige Sicherungsfunktion in der Region, denn Simserhof soll nicht nur die Deutschen am Durchbrechen auf diesem Festungsabschnitt hindern, sondern auch kleine Festungswerke wie beispielsweise die Petit Ouvrages Welschhof oder Rohrbach zusätzlich durch die eindrucksvolle Festungsartillerie schützen.

Frankreich - Maginot-Linie - Gros Ouvrage du Simserhof

Innenansichten des
Gros Ouvrage du Simserhof

Entgegen ursprünglicher Planungen konnten diese dann kleiner ausgebaut werden, denn sie wurden ja vom Simserhof gedeckt.

Namensgeber der Anlage war - man mag es eigentlich kaum glauben - keine militärische Größe, der man gedenken wollte, sondern ein kleiner Bauernhof nebst Hotel ganz in der Nähe. Er musste später abgerissen werden, weil er der Besatzung des Artilleriewerks die freie Sicht in alle Richtungen versperrte. Hinter den Gebäuden hätten sich immerhin Feinde verstecken können.

Ironie des Schicksals: Der Hof als Namensgeber musste weichen und hat gleichzeitig ein Denkmal gesetzt bekommen, welches noch heute weit über die Grenzen der Region hinaus einen Namen hat und welches der französische Staat hegt und pflegt.

Der ursprüngliche Plan zum Bau des Artilleriewerks Simserhof sah nur eine etwa 260 Meter breite Befestigungsanlage mit fünf Geschützen vor. Später entschied man sich für einen deutlichen Ausbau. Letztlich entstand ein Artilleriewerk mit einer Breite von 750 Meter, sagenhaften acht Kampfblöcken, einem getrennten Munitions- und Mannschaftseingang und etlichen weiteren Geschütztürmen für den Fernkampf. Alle Geschütze zusammen konnten bei Bedarf etwa 2,5 Tonnen Munition pro Minute verschießen. Der Rohbau des Artilleriewerks entstand zwischen 1930 und 1933. Die endgültige Fertigstellung wurde erst 1938 vermeldet . Als offizielle Besetzung wurden 876 Mann vorgesehen.


Gros Ouvrage du Simserhof - Außenansichten


Natürlich war eine solche gewaltige, die ganze Region beherrschende Anlage im Verlauf des Zweiten Weltkriegs in schwere Kampfhandlungen verwickelt. Interessanterweise kam es jedoch nicht zu Auseinandersetzungen zwischen der deutschen Wehrmacht und der französischen Armee. Die Deutschen griffen das Werk nie direkt an, sondern umgingen es. Und nach der Niederlage Frankreichs erging an alle Festungsbesatzungen der Befehl, die Werke kampflos zu übergeben - also auch Simserhof.

Ganz anders war es im Jahr 1944 als die Wehrmacht der 7. US-Armee ausweichen musste. Die Deutschen setzten das Werk für ihre Zwecke ein, indem sie es aktivierten. Die US-Armee beschoss daraufhin das Werk sechs Tage lang mit schwerer Artillerie - darunter auch 24-cm-Haubitzen. Dieser intensive Beschuss wurde begleitet von etlichen Flugzeugangriffen. Am 19. Dezember 1944 musste die Wehrmacht das Artilleriewerk aufgeben.




Wissenswert.


Bei Youtube fand ich eine sehenswerten
Dokumentation über die Maginot Linie.
Sie beinhaltet wissenswertes für diese
Bunker-Kette und ordnet sie geschichtlich ein.

    • LINK: FILM


Wenn Du die konkrete Lage der einzelnen
Festungen der Maginot Linie erfahren möchtest,
lade Dir die KMZ für Google Earth herunter.
Ich rate Dir aber zu äußerster Vorsicht bei Besuchen.