Festungen
rund um Toul


Festungen, die zwischen 1971 und 1918 in Frankreich
zum Schutz vor dem Deutschen Kaiserreich
errichtet wurden.


Solange man den Krieg
als ein Verbrechen betrachtet,
wird er die Menge immer geheimnisvoll anlocken.
Wenn er etwas Vulgäres geworden ist,
wird man aufhören,
sich darum zu kümmern.

Oscar Wilde
1854 - 1900



Die französische Festungstadt Toul

Die Stadt Toul liegt im lothringischen Département Meurthe-et-Moselle am westlichsten Punkt der Mosel. Sie ist ungefähr achtzehn Kilometer von Nancy entfernt und hat heute rund 16.000 Einwohner.

Die bewegte Geschichte der französischen Festungsstadt Toul begann bereits in der Römerzeit. Wegen seiner günstigen Lage auf der Achse Lyon-Trier wurde hier bereits 365 n. Chr. ein römisches Lager errichtet und es entstanden erste Befestigungsanlagen zum Schutz. Ein weiterer Ausbau erfolgte ab 1238 durch den Bischof Roger de Marcey. Zwei Jahrhunderte später fiel die Stadt als Folge des Westfälischen Friedens dann offiziell an Frankreich. Es dauerte nicht lang, bis vom französischen Königshaus der Entschluss gefasst wurde, Toul zu einer modernen, bastionären Festungsstadt durch den damals berühmten Festungsbaumeister Vauban auszubauen.

Zwischen 1822 und 1843 erfolgte eine umfassende Restaurierung der „in die Jahre gekommenen“ Festungsanlage aus der Vauban-Zeit. Weitere Modernisierungen und der Neubau etliche Forts erfolgte gegen Ende des 18. Jahrhunderts als Frankreich sein neues Verteidigungssystem von Séré de Rivières (siehe Barrière de Fer) errichten ließ.

General Séré de Rivières, barriere de fer,

General Séré de Rivières baute Toul zu einer modernen Festungstadt aus - als Bollwerk gegen das Deutsche Kaiserreich.
=> Barrière de Fer

Dieses wurde aus zwei Gründen notwendig: Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 wurde Toul von der deutschen Armee angegriffen, da von der Festung aus eine wichtige Bahnlinie in Richtung Paris blockiert wurde. Zunächst gab es Gespräche beider Seiten. Als sie zu keinem Ergebnis führten, folgte ein über acht Stunden andauernder Beschluss mit schwerer Belagerungsartillerie. Toul kapitulierte am 23. September 1870.

Unabhängig davon musste Frankreich nach seiner Niederlage im 1870/71er-Krieg die Gebiete Elsass und Lothringen an das Deutsche Kaiserreich abgeben. Toul lag damit in „vorderster Front“ zum Erzfeind und sollte als Bollwerk dienen. Es galt außerdem die wichtigen Verkehrswege (Eisenbahnlinien, die Mosel als Wasserstraße und wichtige Straßen in Richtung Paris) zu sichern.

Die Arbeiten von Séré de Rivières konzentrierten sich hauptsächlich um die Errichtung eines Gürtels verschiedener Festungen rund um die Stadt, aber auch innerhalb der historischen Festungsmauern von Toul wurden neue, bombensichere Kasematten und Unterstände errichtet.

Wegen seiner strategisch wichtigen Lage wurde Toul im Ersten Weltkrieg hart umkämpft. Nicht anders erging es der Stadt auch im Zweiten Weltkrieg, wobei hier der inzwischen im Nordosten der Stadt angelegte Militärflughafen für die Deutschen von besonderem Interesse war. Während einer fünftägigen Belagerung der Stadt im Juni 1940 erlitt Toul schwerste Zerstörungen. 40% der Altstadt lag in Schutt und Asche.

Festung

Festungen rund um Toul

Festungen rund um Toul

Festungen zwischen Toul und Verdun

Festungen in Frankreich



Wissenswert.

Ich gab mir Mühe und versuchte die lange
Geschichte des Festungsbaus mit wenigen Worten
zusammenzufassen. Dabei konzentriere ich mich
auf die preußischen Festungen Ende des 18. Jahrhunderts.

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Ich habe auch eine eigene Dokumentation über den
Ersten Weltkrieg erstellt. Meiner Ansicht nach
ist diese wichtig, um Inhalte der Homepage geschichtlich
entsprechend und richtig einzuordnen.

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