Festungsbau im 19. und 20. Jahrhundert:

Festungen
rund um Antwerpen

Festungen rund um Antwerpen

Mitte des 19. Jahrhundert werde den belgischen Militärs klar, dass sie ihr Land gegen einen französischen Angriff kaum verteidigen konnten. Die belgische Armee war gegenüber der des Nachbarn Frankreichs einfach zu klein und besaß nicht genügend Schlagkraft. Deswegen beschloss man, die Landesverteidigung auf wenige, aber durch Festungen gut ausgebaute Städte zu konzentrieren.

Da Antwerpen das belgische Tor zur Nordsee darstellte, musste diese Stadt ganz besonders geschützt werden. Man beschloss, rund um Antwerpen einen Festungsring zu bauen. Dieser Festungsring sollte aus acht sogenannten Brialmontforts bestehen – benannt nach Henri Alexis Brialmont. Baubeginn der Festungen war 1859. Die klassischen Brialmontforts hatten meist eine (fast) rechteckige Form. Sie waren in gewisser Weise eine Abwandlung des Biehlerschen Einheitsfort, welches die Preußen bevorzugten.

Der deutsch-französische Krieg 1870/71 zeigte den Belgiern wiederum, dass dieser Schutz ihrer wichtigsten Hafenstadt nicht ausreichend war. Denn die Deutschen konnten damals das belagerte Paris aus einer Entfernung von 7 Kilometern beschießen und empfindlich treffen. Der just errichtete Ring verschiedener Brialmontforts bot Antwerpen demnach nicht ausreichenden Schutz.

Daher entstanden zwischen 1878 und 1905 weitere und vorgelagerte Festungen. Zu ihnen gehören beispielsweise die Forts in Walem oder Steendorf. Die Entwicklung neuer Waffen schritt allerdings so schnell voran (=> Brisanzgranaten ab ca. 1880), dass weitere Festungen folgten, die zusammen mit den just errichteten Forts dann den sogenannten zweiten Festungsring rund um Antwerpen bildeten.


Karte: Festungsring Antwerpen

Festungen Antwerpen - Karte

(1) Karte, um sie zu vergrößern.
(2) KMZ-Datei zum Download für Google-Earth

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