Geschichte des Festungsbaus:

Italienische Panzertürme
zu Beginn des 20. Jahrhunderts
in Venetien

Ende des 19. Jahrhunderts machte die Waffentechnik einen erheblichen Sprung, was alle Staaten in Europa hinsichtlich des Festungsbaus zum Umdenken bewegte. Das Ergebnis waren sogenannte Panzerfestungen, die letztlich die Vorläufer künftiger Festungs- und Bunkersysteme wie die Maginot-Linie waren. .


Verdeck des eroberten Werks Campolongo. von K.u.k. Kriegspressequartier, Lichtbildstelle - Wien - Österreichische Nationalbibliothek - Austrian National Library, Austria - Public Domain. Link zur Quelle.

Panzerfestungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren letztlich moderne Artilleriefestungen – ausgerichtet auf den Feuerkampf. Demnach kam der Festungsartillerie eine zentrale Bedeutung zu, währenddessen die Infanterie dazu „degradiert“ wurde, sich auf die Nahverteidigung zu konzentrieren. Die Bewaffnung italienischer Panzerfestungen dieser Zeit kann man groß in zwei Phasen teilen:

Anfangs kamen zum Schutz der 149-mm-Kanonen Geschützpanzerkuppeln der Firma Armstrong, Mitchell & Co. zum Einsatz. Ein britisches Unternehmen des frühen 20. Jahrhunderts, welche sich auf die Produktion von Waffen, Lokomotiven, Automobilen und Flugzeuge fokussierte. Sie wurden in einem Werk im italienischen Pozzulio gefertigt – eigentlich einer Werks des Unternehmens. Diese Panzertürme hatten eine Breite von gut fünf Metern, was dazu führte, dass sie nicht in einem Stück an die Festungen angeliefert werden konnten, sondern man sie vor Ort zusammenfügen musste. Die Wandstärke der Türme betrug 14 Zentimeter. Die recht dünne Panzerung einerseits und der Vorpanzer waren die Schwachpunkte dieser Türme. 1927 wurde es Teil von Vickers-Armstrongs.

Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs begann man die Armstrong-Panzerkuppeln durch Geschützkuppeln des französischen Waffenproduzenten Schneider-Creuzot zu ersetzen, die die italienische Firma Ansaldo nahe Genua in Lizenz fertigte. Diese Panzertürme hatten eine Stärke von bis zu 16 Zentimetern. Sie waren ebenfalls so groß, dass man sie vor Ort zusammenfügen musste – bestanden allerdings nur aus zwei Teilen, während die Armstrong-Konstruktion aus drei Elementen bestand. Schwachstelle dieser Panzerkuppeln war die Naht, an der die beiden Teile aneinanderstießen.

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