Deutsche Festungen in Elsass-Lothringen
zwischen 1871 und 1918

Festung Metz:

Panzerbatterie
Plappeville

Erbaut: 1895-1899

Die Batterie Plappeville liegt zwischen
der Feste Alvensleben und der großen
Feste Prinz Friedrich Karl.

Wissenswert: Panzerbatterie Plappeville Nord und Süd

Die Panzerbatterie Plappeville befindet sich auf halber Strecke zwischen der Feste Prinz Friedrich Karl und dem Festung Alvensleben. Anfangs handelte es sich hier nur um offene Batterien. Die Geschütze standen also recht ungeschützt unter freiem Himmel - so wie im Übrigen auch die viele Geschütze der eben genannten Festungen in der Nähe der Panzerbatterie. Spätestens seit 1890 beziehungsweise der sogenannten Brisanzgranatenkrise war den Militärs allerdings klar, dass das keine Lösung sein kann. Geschütze, die offenstehend positioniert waren, konnten von der gegnerischen Artillerie mit Leichtigkeit ausgeschaltet werden. Das galt auch für die Feste Friedrich Karl und das Fort Alvensleben. Also entschied man sich, nicht alle drei Werke massiv aufzurüsten, sondern die Batterie Plappeville kräftig auszubauen. Es entstanden daher zwischen 1895 und 1899 die beiden hier vorgestellten Panzerhaubitz-Batterien - nämlich die Batterie Plappeville Nord und Süd. Es sind identische Bauwerke, die im Gegensatz zu ähnlichen Anlagen allerdings eine Besonderheit aufweisen. Ihr Beobachtungs- und somit Leitstand lag ungewöhnlicherweise nicht innerhalb des durch Drahthindernisse gesicherten Bereichs, sondern davor. Er wurde weitab der eigentlichen Stellung errichtet und kann nur durch einen unterirdischen Hohlgang erreicht werden. Letzterer kann noch heute erkundet werden. Etwas Mus und eine gute Taschenlampe sind dabei hilfreich.


Bildergalerien: Panzerbatterie Plappeville - zwischen der Feste Alvensleben und Prinz Friedrich Karl

    • Festung Metz - Panzerbatterie Plappeville

      Batterie Plappeville (Innenansichten)

      Das Innere der Panzerbatterien ist recht schmucklos - wie alle solcher Bauten, die die Deutschen gegen Ende des 19. Jahrhunderts rund um Metz erstellten. Es gibt letztlich nur einen langen Gang, der einerseits zu den Munitionskammern führte oder mittels eines kleinen Aufstiegs zu den Geschütztürmen. Die Geschütze selbst sind heute allesamt nicht mehr vorhanden.

    • Festung Metz - Panzerbatterie Plappeville

      Batterien Plappeville (Panzertürme)

      Die Batterie Nord und Süd wurden baugleich erreichtet. Letztlich handelt es sich jeweils um ein kleines, recht kompaktes Werk. Auffällig ist, dass sie nicht eigens von einem Metallzaun umgeben sind. Das erklärt sich wenn man bedenkt, dass das gesamte Gebiet rund um die Batterien militärisches Sperrgebiet war, welches die Deutschen stark sicherten.

    • Festung Metz - Panzerbatterie Plappeville

      Batterie Plappeville (Außenansichten)

      Die Panzerbatterie befindet sich in dem Wald zwischen den Festungen Friedrich-Karl und Alvensleben, etwas abseits des Weges. Die Batterien Nord und Süd wurden in unmittelbarer Nähe zueinander errichtet und jeweils über den Weg zu erreichen, der auch zur Alvensleben führt. Die Batterien sind heute sehr zugewuchert und man muss schon genauer hinsehen, um zu wissen, wo sie sich genau befinden.

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