Feste Lothringen

Festung, die vom Deutschen Kaiserreich
im sogenannten Reichsland Elsass-Lothringen errichtet wurde.

Festung des zweiten Festungsgürtels um Metz.
Erbaut vom deutschen Militär
in den Jahren 1899-1903.
Modernisierung zwischen 1912-1914.

Ein großer Teil der Feste Lothringen wird noch
heute vom französischen Militär genutzt.

Ursprünglicher Name:
Feste Saulny

Französischer Name:
Groupe fortifié Lorraine



Festung Metz: Feste Lothringen

Die Feste Lothringen (frz. Groupe fortifié Lorraine) liegt ungefähr acht Kilometer nordwestlich von Metz und gut vier Kilometer nordöstlich der Feste Leipzig. Als Standort wurden die Höhen von Saulny gewählt - ein kleines Plateau, welches im Norden, Osten und Süden von den Tälern der Mosel begrenzt wird. Zentrale Aufgabe der Feste Lothringen, die anfangs auch Feste Saulny genannt wurde, war es, den Nordwestrand des zweiten Festungsrings von Metz besser zu schützen. Darüber hinaus kontrollierte die kaiserliche Armee von hier aus zwei wichtige Eisenbahnverbindungen, die Metz mit Verdun bzw. mit Diedenhofen (heute Thionville) verbunden.

Die Feste Lothringen wurde zwischen 1899 und 1903 errichtet. Alles in allem umfasst ein Areal der Festungsanlage gut 385 Hektar. Sie galt allerdings schnell als veraltet. Obendrein war die Lage nicht ganz vorteilhaft. Dies war auch mit einer der Gründe, warum weiter westlich der Anlage zusätzlich Stellungen angelegt wurden. Eine von ihnen besuchte ich bereits - nämlich die Steinbruch-Stellung. Wegen dieser Nachteile erfuhr die Festung zwischen 1912 und 1914 eine umfassende Modernisierung. Unabhängig davon unterschied sich von Anfang an das Konzept der "Lothringen" von den meisten anderen Festungen, die rund um die Stadt Metz errichtet wurden. Denn die Anlage besteht aus mehreren isolierten Teilen, die einzeln und autonom agieren konnten.

Feste Lothringen - Infanteriewerk I - Redoute Curély

Der Infanteriestützpunkt, der auch linker Stützpunkt bzw. von den Franzosen Redoute Curély genannt wird, errichteten die Deutschen etwas 500 Meter westlich des Hauptwerks errichtet. Der Stützpunkt liegt etwas talabwärts (während sich die eigentlich Festung auf dem Plateau des Bergrückens befindet). Er umfasst eine kleine Infanteriekaserne, zwei Wachtürme, einen Graben und acht im Gelände verteilte Schnecken.
=> Feste Lothringen - Infanteriestützpunkt I


10-cm-Panzerbatterie der Feste Lothringen

Dieses Gebäude liegt westlich des Hauptwerks der Feste Lothringen und den beiden anderen Batterien. Im Gegensatz zum Hauptwerk mit den beiden Panzerbatterien ist dieses Gebäude "zugängig" - auch wenn man ziemlich vorsichtig sein sollte. Denn der Sperrbezirk befindet sich in Sichtweite. Man sieht, dass die Batterie auch einige Zeit vom Militär genutzt wurde.
=> Feste Lothringen - 10-cm-Panzerbatterie


Feste Lothringen - Infanteriewerk II - Redoute Lasalle

Der Infanteriestützpunkt II wird auch als rechter Stützpunkte oder Redoute Lasalle bezeichnet. Er ist Gegenstück des zuerst genannten linken Stützpunkts. Er besteht ebenfalls aus einer kleinen Infanteriekaserne, zwei Wachtürmen, jedoch nur vier Schnecken. Für mich war dieser Stützpunkt das bisherige Highlight der Feste Lothringen. Es steht fest, dass ich den Ort sicher noch häufiger besuchen werde.
=> Feste Lothringen - Infanteriestützpunkt II


Frankreich - Deutsche Festungen rund um Metz - Infanteriewerk I der Feste Lothringen - Festung Metz

Hauptwerk der Feste Lothringen

Das Hauptwerk der Festung entspricht in Form und Anlagen dem üblichen Typ der Metzer Infanteriewerke. Seine Grundfläche ist ein Trapez. Ringsherum erheben sich sechs Wachtürme. Schräg hinter dem Hauptwerk (auf östlicher Seite) platzierte man zwei Panzerbatterien. Eine von ihnen trägt drei 10-cm-Kanonenkuppeln. Die zweite Batterie ist sogar mit sechs 15-cm-Panzerhaubitzen bestückt worden. Alle Werke sind umgeben von Stacheldrahthindernissen und sichernden Zäunen. Das Hauptwerk und die übrigen Anlagen sind noch heute Sperrgebiet. Das Gelände wird von der französischen Armee genutzt und der Zutritt wird streng bewacht. Ich kann nur jeden Raten, nicht den Versuch zu unternehmen, zu dem Hauptwerk der Festung vorzudringen.


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