Festungsbau im 20. Jahrhundert:

Festungen und Bunker des Ostwalls

Bunker des Ostwalls war eine deutsche Festungslinie östlich von Berlin -
zum Schutz vor Polen, von dem man sich in den 1920er-Jahren bedroht fühlte.

Ostwall - deutsche Festungslinie im Zweiten Weltkrieg

Die volkstümlich als „Ostwall“ bezeichneten Verteidigungsanlagen des Dritten Reichs bestehen eigentlich aus mehreren komplexen Bunker- und Verteidigungssystemen im heutigen Polen. Der Begriff „Ostwall“ wurde offiziell erst 1943 eingeführt – nämlich mit dem „Führerbefehl Nr. 10“ vom 12. August 1943, mit dem Adolf Hitler den „sofortigen Ausbau des Ostwalls“ (gemeint war damit die Panther-Stellung) anordnete. Spricht man heute vom Ostwall, meint man eigentlich drei Verteidigungsstellungen, die kurz vor bzw. während des Zweiten Weltkriegs errichtet wurden:

  • Festungsfront Oder-Warthe-Bogen

  • Oderstellung (die strategische Südverlängerung des Festungsbogens Oder-Warthe)

  • Pommernstellung (errichtet ab 1934, nach Kriegsbeginn wurden allerdings die Arbeiten eingestellt und erste wieder 1944 aufgenommen)

Die Panther-Stellung wiederum, auf die der Name „Ostwall“ eigentlich zurückzuführen ist, entstand 1943. Sie verlief entlang der gesamten Ostfront und sollte den dortigen Heeresgruppen als rückwärtige Auffangstellung dienen.

Der Bau der Oder-Warthe-, Oder- und Pommernstellung geht auf die Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg, insbesondere seinen Folgen (also dem Versailler-Vertrag) und dem Umstand zurück, dass sich Deutschland von Frankreich und dem neu gegründeten Polen bedroht fühlte.

Bereits in den 1920er-Jahren wuchs in Deutschland der Wunsch, seine Grenzen abermals zu befestigen. Der Versailler-Vertrag von 1919 verbot allerdings, größere Festungsanlagen zu errichten und zu unterhalten. Darüber hinaus war es Deutschland erlaubt, eine nur 100.000 Mann starke Reichswehr zu unterhalten. Schwere Waffen waren Deutschland ebenfalls verboten worden. Die zentrale Frage war also, wie man beispielsweise die Grenze zu Polen mit einem möglichst geringen Aufwand an Personal angemessen verteidigen könnte.

Bereits im Verlauf der 1920er-Jahren erkundete man (im Geheimen) strategisch günstige Standorte im Westen und Osten Deutschlands und ab 1925 begann man (abermals im Geheimen) mit dem Bau erster Verteidigungsanlagen im Osten. Es entstanden Sperrstellungen, Stauwehre, Panzersperren und erste Festungswerke - kurzum: Es entstanden die ersten Anlagen der Oder-Warthe- und der Oderstellung. Der Volksmund (und hier schließt sich der Kreis zum Anfang der Seite) bezeichnete die Anlagen unter anderem als Ostwall.

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Weitere Informatinen zum Ostwall



Weitere Informationen - externe Links:

- Die Deutschen Landesbefestigungen im Osten zwischen 1919 - 1945. PDF-Download.
- Hintergrundinformationen: Waffen-Arsenal Nr 177 - Ostwall
- Zur geografischen Orientierung: Einzugsgebiet der Oder.

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