Festungen des Deutschen Bundes

Die Gründung des Deutschen Bundes 1815:

Beim Deutschen Bund handelt es sich um einen Zusammenschluss souveräner Fürsten und freier Städte in Deutschland. Er wurde 1815 gegründet und wurde von Anfang an maßgeblich vom österreichischen Kaiser, aber auch den Königen Preußens, Dänemark und den Niederlanden beeinflusst. Sein Ende fand er 1866 wegen Streitigkeiten zwischen Österreich und Preußen.

Der Deutsche Bund wurde geschlossen, um den Mitgliedern mehr Sicherheit nach außen und innen zu geben. Insofern hatte er nur zwei Aufgaben: (1) Wurde ein Mitglied angegriffen, sollten die anderen Staaten des Deutschen Bundes zur Hilfe eilen. (2) Gibt es einem Land Probleme, weil das Volk sich gegen den Souverän erhebt, sollten die übrigen Mitglieder Hilfe leisten. Damit reagierten die Fürsten auf die Erfahrungen der französischen Revolution von 1789 bis 1799.

Der Deutsche Bund - warum gab es ihn überhaupt?

Napoleon Bonaparte / Quelle: Historische Postkarte

Napoleon Bonaparte
Quelle: Historische Postkarte

Europa Ende des 18. Jahrhunderts: Das revolutionäre Frankreich befand sich seit 1792 im Krieg mit mehreren europäischen Großmächten. Die Idee war, die französische Revolution zu exportieren. Napoleon Bonaparte war der Führer dieser Bewegung. Der Expansionswille Frankreichs richtete sich insbesondere gegen Deutschland, welches damals aus einer Vielzahl kleiner Staaten bestand. Napoleon und seine Truppen gewannen die Kontrolle über sie, lösten sie auf und fassten sie zu neuen (größeren) Einheiten zusammen, installierte Vasallen als Statthalter, die ihm verpflichtet waren. Die so geschaffenen Rheinbundstaaten sollten ein Gegengewicht zu den Großmächten Preußen und Österreich darstellen.

Napoleons Vorherrschaft in Europa konnte erst mit der Völkerschlacht bei Leipzig im Jahr 1813 gebrochen werden. Den durch den gescheiterten Russlandfeldzug geschwächten napoleonischen Truppen stand eine Allianz aus Preußen, Österreich, Schweden und anderen Staaten gegenüber. Napoleon zog sich mit den Resten seiner Armee hinter den Rhein zurück.

Nun galt es, in Europa die alte Ordnung wieder herzustellen - was nicht hieß, die alten Grenzen wieder aufleben zu lassen. Die mächtigen Monarchen Europas trafen sich zum Wiener Kongress 1814/15 und einigten sich auf eine neue Friedensordnung. Landesgrenzen wurden neu gezogen und den Siegern fielen Landstriche zu, die zuvor nicht zu ihnen gehörten. So ging das gesamte Rheinland beispielsweise an Preußen, weil man in dem Königreich eine Schutzmacht sah, die dauerhaft verhindern sollte, dass Frankreich nochmals seine Grenzen über den Rhein hinweg verschiebt. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. traute Frankreich naturgemäß nicht. Noch während des Kongressen erließ er die Order, die Städte Koblenz und Köln zum Schutz neu befestigen zu lassen.

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