Österreichisch-ungarische Festungen bis Ende des Ersten Weltkriegs:

Sperre Landro-Plätzwiese
- Südtirol -

Festungsgruppe
Österreich-Ungarns,
die zwischen 1884 und 1894
errichtet wurden.

Gelegentlich auch als
Sperrgruppe Ampezzo
bezeichnet.

Sperre Landro-Plätzwiese - Festungen Österreich-Ungarns während des Ersten Weltkriegs

Kriegsschauplatz Tirol - Sperre Landro-Plätzwiese

Quelle: Die Kämpfe in den Felsen der Tofana, Autor: Guido Burtscher, Verlag: J.N. Teutsch, 1935 (Seite 16a)

Die Sperrgruppe Landro-Platzwiese wird auch häufig als Sperre Ampezzo bezeichnet. Sie gehört zu einem weitläufigen Festungssystem, welches Österreich-Ungarn nach 1866 zum Schutz vor den Gebietsansprüchen des Königreichs Italien anlegte und um die es im Verlauf des Ersten Weltkriegs schwere Kämpfe gab. Die Sperrgruppe gehörte zum Rayon Tirol bzw. um Subrayon V. Mit „Rayon“ bezeichneten österreich-ungarische Militärs die Festungsabschnitte zum Schutz Südtirols bzw. der Region rund um Trient.

Im Wesentlichen besteht die Sperrgruppe, die sich in mehr als 2.000 Metern Höhe befindet, aus dem Werk Plätzwiese (errichtet zwischen 1889-1894) und dem Werk Landro (erbaut zwischen 1884-1892). Beide Festungen galten allerdings zu Beginn des Krieges zwischen Österreich-Ungarn und Italien im Mai 1914 als veraltet. Das lag am rasanten technologischen Fortschritt der Artilleriewaffe und insbesondere der Einführung neuer Sprenggranaten (siehe: Brisanzgranatenkrise). Sie waren bspw. mit TNT anstelle des vergleichsweise schwächeren Schwarzpulvers befüllt und hatten eine enorme (der Name sagt es schon) Sprengkraft. Herkömmlich aus Bruchsteinen gemauerte Festungen konnten dem nicht lange widerstehen, das somit auch für die Werke Pätzwiese und Landro galt, die die wichtige Aufgabe hatten, den Zugang zum Pustertal zu sichern. Bereits im Mai 1915 kam es hier auch zu schweren Kämpfen bzw. die hier eingesetzten K.u.k.-Truppen ein Vormarsch italienischer Truppen aufhalten konnten.

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