Festungen der Österreichisch-Ungarische Monarchie
zu Beginn des 20. Jahrhunderts:

Sperre Lavarone-Folgaria:

Werk Gschwent

Das Werk Gschwent war Teil der
Sperre Lavarone-Folgaria
südöstlich von Trient in Südtirol.

Italienische Namen:
Forte Belvedere

Erbaut:
1909 - 1912

Werk Gschwent - Sperrgruppe Lavarone-Folgaria

Quelle: https://www.europeana.eu/de/item/9200291/bildarchivaustria_at_Preview_15400902

Werk Gschwent von K.u.k. Kriegspressequartier, Lichtbildstelle - Wien - 1915 - Österreichische Nationalbibliothek - Austrian National Library, Austria - Public Domain.

https://www.europeana.eu/de/item/9200291/
bildarchivaustria_at_Preview_15400902

Das Werk Gschwent war eine österreich-ungarische Panzerfestung, die kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs fertiggestellt werden konnte. Es befindet sich südöstlich von Trient und gehört zur Werksgruppe Lavarone-Folgaria, die in Summe aus sieben Festungen bestand.

Die Festung errichtete man in 1.170 Metern Höhe nahe des Örtchens Lastebasse als „aufgelöste Festung“. Das bedeutet, dass – anders als bei einem Einheitsfort – einzelne Funktionsbereiche nicht mehr in einem kompakten, geschlossenen Fortkomplex untergebracht wurden, sondern man sie räumlich voneinander trennte. Diese Bauform wurde in Deutschland gegen Ende des 19. Jahrhundert entwickelt und zur Sicherung der seinerzeit zum Kaiserreich gehörenden Stadt Metz vielfach umgesetzt. Konkret trennte man beim Werk Gschwent den Artillerieblock mit seinen drei 10-cm-Turmhaubitzen M.9 (der Hauptbewaffnung der Festung für den Fernkampf) von der Infanteriekasematte zur Unterbringung der Mannschaften. Davon abgesetzt waren wiederum die Kasematten zum Schutz der Flanken. Siehe: Lageplan der Festung bei Wikipedia (externer Link). Vorteil dieser aufgelösten Bauweise war, dass ein gut platzierter Artillerietreffer einzelne Teile der Festung außer Gefecht setzen konnte, aber nicht auf einen Schlag die gesamte Festung.

Gschwent war eine Artilleriefestung, die auf den Fernkampf ausgerichtet war. Sie wirkte zusammen mit den Nachbarfestungen Lusern und Sebastiano. Ihre Hauptaufgabe war es, das Val d’Astico mit seinen strategisch wichtigen Verkehrswegen in das Etschtal zu sichern.


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