Festungen der Österreichisch-Ungarische Monarchie
gegen Ende des 19. Jahrhunderts:

Fort Mollinary

Österreichisches Festung
in Norditalien.

Name bis 1881:
Fort Mollinary.

Danach:
Fort Monte

Fort Monte - Fort Mollinary

Das Fort Monte war einst eine österreichische Festung im damaligen Königreich Lombardo-Venetien. Dies wiederum war eine Geburt des Wiener Kongresses von 1815, einer Friedenskonferenz nach Ende der napoleonischen Kriege bei der die Herrscherhäuser Europas versuchten, einen dauerhaften Frieden zu sichern und gleichzeitig die Landkarten vieler Nationen deutlich veränderten. Wie es der Name bereits vermuten lässt, ist das Königreich ein Zusammenschluss der Lombardei und Venetiens. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte es zu Österreich, dann fiel es dem Königreich Italien zu. Für das italienische Königshaus und große Teile der Bevölkerung war das eine große Genugtuung, denn es war ihnen ein Dorn im Auge, dass damals die Lombardei, Venetien und Südtirol in österreichischer Hand war. Es war für sie ein Teilerfolg, denn sie haderten weiter damit, dass Südtirol, mit der wirtschaftlich wichtigen Stadt Trient von ihrem nördlichen Nachbarn kontrolliert wurde. Gut ein halbes Jahrhundert später kam es deswegen zum großen Konflikt zwischen Italien und Österreich-Ungarn – siehe Alpenkrieg von 1915.

Fort Monte wurde in 410 Meter Höhe auf dem Monte Pastello nahe der Etsch errichtet. Sie entspringt in den Bergen Südtirols, durchfließt das Etschtal, die Po-Ebene in Oberitalien, um dann schließlich in die Adria zu münden. Ein enorm wichtiger Verkehrsweg früherer Zeiten. Zusammen mit dem Fort Hlawaty (später Forte Ceraino), dem Fort Wohlgemuth (Forte Rivoli) und der nahe liegenden Straßensperre Chiusa (Forte die Chiusa) bildete diese Festungsanlagen zusammen einen Verbund. Die Italiener nennen sie heute „Gruppe di Rivoli“, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch das von den Italienern errichtete Fort San Marco noch ergänzt wurde. Aufgabe all dieser Festungsanlagen war, die nahe liegenden Verkehrswege zu schützen und vor allem (aus österreichischer Sicht) die Italiener an einem Vordringen in das Etschtal zu hindern. Letztlich sollte so der Vormarsch italienischer Truppen in Richtung der wirtschaftlich wichtigen Stadt Trient blockiert werden.

Obwohl das Fort Monte und die benachbarten Forts an einem für Österreich strategisch wichtigen Punkt errichtet wurden, hatte es für den nördlichen Nachbarn Italiens wenig nutzen:
Einerseits entsprach es bereits bei seiner Fertigstellung nicht mehr den Ansprüchen seiner Zeit – es galt mit dem Setzen des letzten Steins bereits als veraltet. Sie bot mit ihren hoch aufragenden Festungsmauern angreifender Artillerie ein ideales, quasi nicht zu verfehlendes Ziel. Andererseits fiel Venetion gegen Mitte des 19. Jahrhunderts an Italien (wie schon erwähnt) und somit verschob sich die Grenze der beiden Nachbarn nach Norden. Das Fort wurde von den Italienern modernisiert – wirklich wichtig war sie nie und man nutzte sie über lange Zeit als Pulvermagazin.

www.festungen.info ist eine private Homepage und verfolgt keine kommerziellen Zwecke. Dennoch verwendet die Website Cookies, um Ihnen das beste Surf-Erlebnis zu ermöglichen und eine Reichweitenmessung durchzuführen. Weitere Informationen erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.