Festungen der Österreichisch-Ungarische Monarchie
zu Beginn des 20. Jahrhunderts:

Sperrgruppe Tonale:
Werk Strino

Werk Strino
Teil der Sperrgruppe Tonale
Erbaut zwischen 1860-1862

Italienischer Name:
Forte Strino a Velon

Werk Strino - Forte Strino a Velon

Das Werk Strino war eines von insgesamt vier Sperrwerken, die zusammen die Sperrgruppe Tonale bildeten. Diese befindet sich in der Provinz Trient, die Anfang des 20. Jahrhunderts noch zu Österreich-Ungarn gehörte. Das Werk liegt gegenüber seinen Schwesterwerken etwas zurückgezogen auf einer 1.500 Meter-Anhöhe. Es wird im Süden vom Werk Presanella und nördlich von den Werken Mero und Tonale gedeckt.

Aufgabe der Sperrgruppe war es, die strategisch wichtige Straße über den Tonalepass zu sichern. Die Österreicher befürchteten hier eine Schwachstelle ihrer Verteidigungskette. Errichtet wurde Strino bereits in den Jahren 1660-1862. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs galt es als veraltet, denn das Mauerwerk hätte einem Beschuss moderner Artillerie nicht lange widerstanden. Dennoch wurde die Festung nicht nennenswert modernisiert – sie diente vielmehr als Unterkunft und Relaisstation genutzt. Seine Bewaffnung bestand aus vier 12-cm-Kasemattkanonen und vier weiteren 9-cm-Kasemattkanonen vom Typ M75/96. Zur Nahverteidigung standen zwei 8-cm-Minimalschartenkanonen und zwei Maschinengewehre zur Verfügung.

Sperrwerk Strino. Verlauf der Alpenfront zwischen Österreich-Ungarn und Italien 1915.

Verlauf der Alpenfront zwischen Österreich-Ungarn und Italien 1915. Sperrwerk Strino.


Weitere Informationen:
- Erster Weltkrieg von 1914-1918 (interner Link)
- Alpenkrieg von 1915-1918 (interner Link)

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