Italienische Festungen
während des Ersten Weltkriegs:

Italienische Panzerfestungen
in Venetien

Am 24. Mai 1915 entbrannte
der Erste Weltkrieg auch zwischen
Österreich-Ungarn und Italien.

Venetien war dabei Schauplatz blutiger
Kampfhandlungen - ebenso wie
Südtirol, welches seinerzeit zu
Österreich-Ungarn gehörte.

Italienische Festungen in Venetien

Der Krieg zwischen Österreich-Ungarn und Italien dauerte insgesamt 1.250 Tage – nämlich vom 24. Mai 1915 bis zum 4. November 1918. Während dieser Zeit verwandelte sich der nördliche Teil Italiens von den Alpenpässen zwischen der Lombardei und Südtirol bis zum Isonzo zu einem riesigen Schlachtfeld. Bereits zu Beginn des Krieges entwickelte sich auf dem Grenzhochland zwischen Trentino (es wurde von Österreich-Ungarn gehalten) und Venetien (hier verfügten die Italiener über mehrere stark bewaffnete Panzerfestungen) eine blutige Auseinandersetzung. Sie gingen als die Frühjahresoffensive, die Mai-Offensive und die Südtirol-Offensive in die Geschichtsbücher ein. Sie alle fanden 1916 statt. Österreich-Ungarn drang seinerzeit tief in Venetien ein. Sie hofften unter anderem, die Isonzo-Front vom Rest Italiens abschneiden zu können. Dabei stießen sie auf italienische Panzerfestungen. Sie unterschieden sich stark von den deutschen Panzerfestungen, die Anfang des Jahrhunderts rund um Metz oder Thionville errichtet wurden. Und sie unterschieden sich auch von den Kuk-Festungen, die ihnen in Südtirol die Stirn boten.

Wesentlicher Unterschied war das verwendete Baumaterial. Italienische Festungsbauingenieure verwendeten zwar auch Beton als Baumaterial, verstärkten es aber weniger mit Eisen. Das war bei schwerem Beschuss ein enormer Nachteil. Obendrein verfügten italienische Batterien zwar über starke 149-mm-Geschütze, die aber durch drehbare, jedoch recht fragile Stahlkuppeln geschützt wurden. Wiederholt wurden diese durch feindliche Artillerie durchbohrt oder schlicht aus der Verankerung geworfen. Schützend wiederum war für die italienischen Festungen ihr kluges Einpassen in die örtlichen Gegebenheiten, was den Österreichern einen effektiven Artillerieangriff erschwerte.

Trotz all dieser Schwächen waren die italienischen Festungen in Venetien ein wichtiger Rückhalt der italienischen Armee. Die wichtigsten von ihnen waren …

Italien: Ausgewählte Panzerfestungen in Venetien, die während des Ersten Weltkriegs eine wesentliche Rolle spielten

 

Festung

Errichtet

KMZ

Interner Link

Venetien

Forte Campolongo

ab 1910

Venetien

Forte Cima Lan

1908 - 1914

 

Venetien

Forte Campomolon

ab 1911

Venetien

Forte Interrotto

um 1885

 

Venetien

Forte Leone

1906 - 1911

Venetien

Forte Lisser

1909 - 1914

Venetien

Forte Punta Corbin

1906 - 1914

Venetien

Forte Verena

1910 - 1914

 
  • Militärgeographie des südwestlichen Kriegsschauplatzes.
    (Mit 15 Beilagen, 11 in Texten eingehefteten Skizzen und 40 Landschaftsbildern)

  • 1915-1918
    Schlachtfeld-Führer für den südwestlichen Kriegsschauplatz
    (mit 13 Skizzen und 15 Bildern)

  • Historische Militärkarte:
    Italienisch-Österreichischer Kriegsschauplatz in Nord- und Mittelitalien

  • Erster Weltkrieg -
    die Front im Süden
    (moderne Karte)

  • La guerra d'Italia 1915-1918
    Bücherserien in italienischer Sprache

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