Fortezza di Fenestrelle - mächtige Festung in den Alpen

Das Val Chisone ist ein hochalpines Tal in den Cottischen Alpen. Es erlangte bereits im Mittelalter militärische Bedeutung, die bis ins 19. Jahrhundert anhielt. Zeugnis dafür legen die Festungen Pinerolo, die eindrucksvolle Festung Fenestelle und die noch heute guterhaltene Militärstraße in gut 2.000 Meter Höhe ab. Das Tal ist eine strategisch wichtige Verbindung zwischen dem Piemont und dem benachbarten Frankreich.

Die Ursprünge der Festung Fenestrelle (Fortezza di Fenestrelle) reichen bis in das Jahr 1694 zurück, in dem der französische König Ludwig XIV (auch Sonnenkönig genannt) hier den Bau einer neuen Festung befahl. Seinerzeit gehörte die Region noch zu Frankreich. Die just errichtete Festung Mutin war allerdings nicht lange in französischen Besitz. Bereits wenige Jahre später wurde das Tal dem Piemont zugeschlagen. Gut hundert Jahre später – in den 1820er-Jahren – veranlasse der sardinische König, zu dessen Einflussgebiet auch das Piemont gehörte, den Bau einer neuen, viel größeren und natürlich auch deutlich moderneren Festung. Damals entstanden die drei Wehrbauten, die heute zur Festung Fenestrelle zusammengefasst sind: Fort San Carlo, Fort Tre Denti und Fort Delle Valli. Diese Forts ergänzte man später durch weitere Feldschanzen: Carlo Alberto, Santa Barbara und Delle Porte. Ferner umgab man die gesamte Anlage mit einer wuchtigen Wehrmauer, die über einen Verbindungsgang verfügt – eigentlich eine Treppe, die mehr als 4000 Stufen hat.

www.festungen.info ist eine private Homepage und verfolgt keine kommerziellen Zwecke. Dennoch verwendet die Website Cookies, um Ihnen das beste Surf-Erlebnis zu ermöglichen und eine Reichweitenmessung durchzuführen. Weitere Informationen erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.