Panzer:
Mobile Festungen der
modernen Kriegsführung

Panzer als Hartziele auf
Truppenübungsplätzen
in Deutschland und Frankreich



Die Weltgeschichte
ist die Summe dessen,
was vermeidbar gewesen wäre.

Bertrand Russell
1872-1970



Panzer - mobile Festungen der modernen Kriegsführung

Der Bogen mag etwas weit gespannt sein, aber ich halte meine These durchaus für berechtigt. Ich behaupte, dass Panzer moderne bzw. mobilen Festungen von heute sind. Mir ist klar, dass Panzer eher eine Offensivwaffe ist und keine defensiven Zwecke verfolgt - wie einst die Panzerfestungen, die Ende des vorletzten Jahrhunderts erreichtet wurden. Und dennoch. Ausgehend von heutigen Kampftaktiken verfolgen sie einen durchaus vergleichbaren Zweck: Schutz der Soldaten bei gleichzeitig hoher Feuerkraft, um Feinde zu bekämpfen.

Bereits Leonardo da Vinchi hatte in der Renaissance die Idee, solche Fähigkeiten miteinander zu verbinden. Das zeigt die Konstruktionszeichnung seiner Kampfmaschine, die leider nie gebaut wurde. Schaut man sich allerdings die Zeichnung an, kann man - finde ich jedenfalls - eine gewisse Nähe sowohl zu den ersten Panzern im Ersten Weltkrieg als auch zu Festungen der damaligen Zeit herstellen. Und Leonardos Idee war letztlich der Bau einer Festung (hölzern und auf Rädern), die mit etlichen Kanonen bestückt werden sollte.

Nachfolgend einige Impressionen vornehmlich ausgedienter Panzer, die auf den Truppenübungsplätzen in Deutschland und Frankreich als sogenannte „Hartziele“ dienen. Sie dienen also bei Schießübungen anderer Verbände als Zielscheibe und sind in entsprechendem Zustand.


Leonardo da Vinci - Zeichnung eines Kampfwagens

Leonardo da Vinci's Idee: Eine Festung auf Rädern.
Quelle: Leonardo da Vinci, Leonardo tank,
Veränderte Farbigkeit, CC0 1.0

Der Bogen mag etwas weit gespannt sein, aber ich halte meine These durchaus für berechtigt. Ich behaupte, dass Panzer moderne bzw. mobilen Festungen von heute sind. Mir ist klar, dass Panzer eher eine Offensivwaffe ist und keine defensiven Zwecke verfolgt - wie einst die Panzerfestungen, die Ende des vorletzten Jahrhunderts erreichtet wurden. Und dennoch. Ausgehend von heutigen Kampftaktiken verfolgen sie einen durchaus vergleichbaren Zweck: Schutz der Soldaten bei gleichzeitig hoher Feuerkraft, um Feinde zu bekämpfen.

Bereits Leonardo da Vinchi hatte in der Renaissance die Idee, solche Fähigkeiten miteinander zu verbinden. Das zeigt die Konstruktionszeichnung seiner Kampfmaschine, die leider nie gebaut wurde. Schaut man sich allerdings die Zeichnung an, kann man - finde ich jedenfalls - eine gewisse Nähe sowohl zu den ersten Panzern im Ersten Weltkrieg als auch zu Festungen der damaligen Zeit herstellen. Und Leonardos Idee war letztlich der Bau einer Festung (hölzern und auf Rädern), die mit etlichen Kanonen bestückt werden sollte.

Ich empfehle Dir zum Thema auch eine Dokumentation bei Youtube.
Folge einfach dem Link: Panzer im Ersten Weltkrieg.

Panzer als Hartziele

Die Entwicklung der Panzerwaffe in den Weltkriegen

Im September 1916 setzten die Britten auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs erstmals Tanks ein. Das ist eine von ihnen neu entwickelte Panzerwaffe, mit der sie die nur unter schweren Verlusten einzunehmende deutschen Stellungen überrennen wollten. Obwohl der erste Einsatz scheiterte, war das der Beginn des Aufstiegs einer neuen Waffengattung in der Militärgeschichte. Die Idee, gepanzerte Fahrzeuge quasi als rollende Festungen auf den Schlachtfeldern einzusetzen, war indes nicht neu. Wie bereits gesagt, hatte Leonardo da Vinci bereits Jahrhundert zuvor, was eindrucksvoll seine rollende Kampfmaschine zeigt.

Erste Weltkrieg - deutsche Panzer beim Angriff

Deutsche Panzer vom Typ A7V "Wotan" im Ersten Weltkrieg. Weitere Informationen über den Ersten Weltkrieg findest Du, wenn du dem Link folgst.

Aber zurück zu den Schlachtfeldern der Somme im Jahr 1916. Der erste Einsatz britischer Tanks war - wie bereits gesagt - ein Misserfolg. Aber die neuen Tanks hatten eine ungeheure psychologische Wirkung bei den eigenen Truppen und dem Feind. Das erkennten die Militärs und bald waren Panzer von den Schlachtfeldern an der Westfront nicht mehr wegzudenken. Die kaiserliche Armee hinkte dabei etwas hinterher. Während die Engländer Tanks in großen und die Franzosen ihren kleinen Renault F.T. in riesigen Stückmengen produzierten, kämpfte die deutsch Wirtschaft mit der Blockade. Es war für die Produktion der Panzer schlicht nicht das Material vorhanden. Der Kampfwagen Wotan konnte daher nur in kleiner Stückzahl produziert werden und die Truppen an der Front konzentrierten sich darauf, Tanks der Gegner zu erobern, um sie selbst einzusetzen.

Da Generäle im Krieg immer nur die Schlachten des letzten Krieges "nachspielen", erkannte niemand das eigentliche Potenzial dieser neuen Waffe. Man sie sie lange Zeit ausschließlich als Unterstützung der Infanterie. Es reichte, wenn sie langsam waren (das waren die Fußtruppen ja auch) und anständig schießen konnten. Etliche Jahre später, nämlich zwischen den beiden Weltkriegen, erkannten deutsche Militärstrategen die Möglichkeiten, die die Panzerwaffe bot. Sie feilten an Technik und Taktik.

Die Blitzkriegtaktik ist ein Ergebnis ihrer Überlegungen. Damit ist gemeint, dass gut bewaffnete und hoch mobile (Panzer-) Verbände schnell in feindliches Gebiet vorstoßen, um so den Feind zu überrollen. Diese Taktik ist letztlich das genaue Gegenteil vom Stellungskrieg. Sie setzt auf einen schnellen Sieg und soll einen langen, aufreibenden Stellungskrieg verhindern. Der Zweite Weltkrieg verhalt der Panzerwaffe dann zu dem "Ansehen", welche sie heute noch genießt. Auch die Taktik hat sich seither nur unwesentlich verändert.

Panzer


Was sind Hartziele?


Im Militärjargon gibt es verschiedene Ziel-Definitionen. Sie werden verwendet, um daraus gleichzeitig die Art der Bekämpfung ableiten zu können. Besonders makaber finde ich den Begriff "Weichziel". Du kannst Dir sicher schon denken, was damit gemeint ist. Hierbei handelt es sich nicht um Fahrzeuge oder irgendwelche anderen toten Gegenstände. Weichzeile bezeichnen lebende Ziele - also Menschen, die es zu bekämpfen gilt oder Tiere. In der Terrorismusbekämpfung verwenden Militärs den Begriff häufig auch, um ungeschützte oder unter normalen Umständen nicht zu schützende Ziele zu benennen. In dem Fall schließt das auch Zivilisten ein, die eigentlich gar nicht angegriffen werden sollen, die man aber bei einem Vorrücken in Mitleidenschaft ziehen wird.

Hartziele sind im Gegensatz dazu leblose Gegenstände. Militärs meinen damit Beschussziele, die aus Stahl, Beton oder andere harte Materialien bestehen. Im engeren Sprachgebraucht bezeichnen sie ausschließlich militärische Ziel wie Panzer, Bunker oder ähnliche Dinge. Spricht man also von Hartzielen, die auf Truppenübungsplätzen zu finden sind, meint man damit eigens platzierte Hindernisse, die bei Gefechtsübungen bekämpft werden sollen. Sie wurden also mit Übungsmunition oder gar scharfer Gefechtsmunition beschossen. Je nach verwendetem Kaliber weisen Sie einen extremen Verschleiß auf.



Panzer - Hartziele auf den Truppenübungsplätzen in Deutschland und Frankreich

Panzer M47 Patton
Truppenübungsplatz bei Aachen

Panzer M47 Patton
Truppenübungsplatz bei Hannover

Panzer M41 Walker Bulldog
Truppenübungsplatz bei Aachen

Panhard EBR75
Truppenübungsplatz bei Bitche

Panzer HS30
Truppenübungsplatz bei Satzvey

Panzer AMX-VCI
Truppenübungsplatz bei Bitche

Panzer AMX30
Truppenübungsplatz bei Bitche

Panzerhaubitze M7B2
Truppenübungsplatz bei Hannover

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