Festungsbau im 20. Jahrhundert:

Festungen des Ostwalls:
Oderstellung

Bunker des Ostwalls war eine deutsche Festungslinie östlich von Berlin -
zum Schutz vor Polen, von dem man sich in den 1920er-Jahren bedroht fühlte.

Oderstellung - Teil des Ostwalls in Schlesien

Die Oderstellung war die Südverlängerung der Festungsfront Oder-Warthe-Bogen und ragte bis nach Schlesien hinein (heutiges südwestliches Polen). Dieser Teil des Ostwalls war weniger stark ausgebaut als seine nördlich gelegenen Abschnitte. Die rund 650 Bunker schlängelten sich von Breslau bis nach Corssen - jeweils links entlang der Oder. Man errichtete überwiegend kleinere, einstöckige Stahlbetonbunker, Beobachtungs- und Artilleriebunker. Die Räume zwischen den Bunkern sicherte man mit Panzersperren und weiteren Schützengräben. Die Besonderheit der Oderstellung ist, dass man hier hervorragend den Fluss als Teil des Verteidigungssystems einbeziehen konnte, wobei man die Brücken zusätzlich sicherte und teilweise mit Minenfeldern umgab. Baubeginn war bereits 1928 und die Arbeiten an der Oderstellung zogen sich bis 1938 hin. Später - mit dem Vorrücken der russischen Truppen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erfolgte eine zweite (allerdings kurze) Bauphase zur weiteren Verstärkung der Verteidigungslinie.

Bedeutendste Stadt nahe der Oderstellung war Breslau. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs fand hier eine bedeutende Schlacht zwischen der deutschen Wehrmacht und der vorrückenden Roten Armee statt. Breslau galt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt bei Vormarsch russischer Truppen auf Berlin. Die ersten Kampfhandlungen begann am 23. Januar 1945 und Teile der Oderstellung nahe der Stadt wurden mit einbezogen. Die eigentliche Schlacht um die Stadt begann dann am 15. Februar des Jahres mit ihrer Einschließung. Sie endete erst am 6. Mai 1945 mit der Kapitulation gegenüber der sowjetischen 6. Armee.



Weitere Informationen:

- Historische Kartte der Oderstellung in russischem Archiv
- Wikipedia: Schlesien bzw. Schlacht um Breslau.
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