Festungsbau im 20. Jahrhundert:

Festungen des Ostwalls:
Pommernstellung

Bunker des Ostwalls war eine deutsche Festungslinie östlich von Berlin -
zum Schutz vor Polen, von dem man sich in den 1920er-Jahren bedroht fühlte.

Pommernstellung - der nördliche Teil des Ostwalls

Die Pommernstellung befindet sich nördlich der der Festungsfront Oder-Warthe-Bogen (kurz OWB) und schließt von Landsberg an der Warthe (heute: Gorzów Wielkopolsk) die Lücke zur Ostsee. Es galt eine riesige Strecke zu schützen, was den Planern letztlich nur gelang, weil sie die dortige Seenlandschaft in ihr Verteidigungskonzept einbinden konnten. Die Pommernstellung war auch kein geschlossenes Abwehrsystem, sondern eher eine Aneinanderreihung von Betonbunkern unterschiedlicher Größe und Stärke. Man plante nur wenige unterirdische Stollensysteme, dafür einzeln stehende Panzerwerke, Schartenstände, etc..

Baubeginn war 1934. Das gewaltige Bauvorhaben konnte allerdings nicht bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im September 1939 vollendet werden. Mit Beginn der Kampfhandlungen und angesichts der strategisch höheren Bedeutung des Westwalls (dessen Bau irrwitzige Mengen an Material verschlang) stellte man die Arbeiten an der Pommernstellung ein. Sie wurden erst gegen Ende des Krieges angesichts der stetig vorrückenden Roten Armee mit großer Eile wieder aufgenommen. Das war im Sommer 1944. Der pommersche Gauleiter Franz Schwede-Coburg ordnete in seiner Funktion als "Reichsverteidigungskommissar" an, die Arbeiten an der Pommernstellung fortzuführen. Natürlich fehlten die dafür notwendigen Bauarbeiter dafür - sie waren längst im Krieg. Deshalb brachte man arbeitsfähige Männer und Frauen zu Tausenden in die Region. Geholfen hat das wenig.

Im Februar 1945 begann die Schlacht um Ostpommern. Und schnell kamen die Kämpfe auch an der Pommernstellung an. Bereits im Februar 1945 hatte die 1. Weißrussische Front unter Marschall Schukow einen Brückenkopf am westlichen Ufer der Oder errichtet und stand damit sechzig Kilometer vor Berlin. Das Oberkommando der Wehrmacht schickte die neu aufgestellte Heeresgruppe Weichsel unter Kommando Heinrich Himmlers nach Ostpommern. Man wollte die rechte Flanke der Russen binden, um die unmittelbare Gefahr für Berlin (vorerst) abzuwenden.

In dieser Zeit befahl das sowjetische Oberkommando der 2. Weißrussischen Front, die Pommenrstellung anzugreifen und die dortigen deutschen Truppen zu zerschlagen. Bereits am 28. Februar gelang es der Roten Armee bei Neustettin - der Ort befindet sich ungefähr in der Mitte der Pommernstellung - eine breite Frontlücke aufzureißen, so dass russische Einheiten nach Bublitz (ebenfalls ein Ort nahe der Pommernstellung) vorrücken konnten. In den folgenden Tagen wurden die deutschen Verbände in zwei Teile zerschnitten und die Russen erreichten die Ostsee. Es folgte der Kampf um Danzig. Sie Stadt fiel am 30. März 1945.



Weitere Informationen:

- Verlauf der Pommernstellung - Karte

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