Regelbau 114a
Unterstand für Maschinengewehr
mit 6-Schartenturm


Westwall - Siegfried-Linie
Bunker der deutschen Verteidigungslinie,
die zwischen 1938 und 1940 entstand und
über eine Länge von 630 Kilometern die
Westgrenze Hitler-Deutschlands sichern sollte.




Regelbau 114a im Saarland

Im Saarland gibt es etliche Regelbauten 114. Meist haben sie auch die Ausbaustufe 'a', was nichts anderes bedeutet, als dass die Stahlbetonwände eine Dicke von rund 2,5 Metern haben. Sie wurden dort errichtet, wo die Wehrmacht mit besonders heftigen Kampfhandlungen rechnete. In diesem Fall befinden sich die Westwall-Bunke allesamt in der Nähe von Industriebetrieben, die damals als kriegswichtig galten. Viele Bunker im Saarland wurden im Rahmen des 'Limes-Programms' errichtet. Seinerzeit wurde unter anderem eine zweite Verteidigungslinie zwischen Saarbrücken und Beckingen festgelegt. Sie ist später als Hilgenbach-Stellung" bekannt geworden.

Der Regelbau 114a weist dabei einige Besonderheiten auf, auf die ich kurz eingehen möchte: Die Bunker verfügen über mehrere Räume. Dazu zählt die Gasschleuse, der Bereitschafts- und Verpflegungsraum, die Munitionskammer, die Eingangsverteidigung und der Gefechtsturm. Er ist oberhalb des Bereitschaftsraums. Außerdem verfügt der Regelbau über einen Notausstieg. In der Karte ist er auf der linken Seite vermerkt.

Beim Betreten des Bunkers durch die Eingangstür trifft man auf einen kleinen Flut, der sich am Ende etwas erweitert. Dort befindet sich auch die Gasschleuse. Man konnte hier im Fall der Fälle seine Kleidung in Schränken verstauen und zur Dekontamination duschen. Am Ende des Eingangsflurs befindet sich auch die sogenannte Flurverteidigung. Ungebetene Gäste wurden wirksam in Empfang genommen. Hat man den Flur und die Sicherung durchschritten, stand man im Bereitschaftsraum (oder Mannschaftsraum). Er war zwar der größte Raum des Bunkers, bot den Mannschaften jedoch wenig Platz zum Sitzen, Ausruhen, Essen und Schlafen. Die Betten wurden aus Platzmangel an der Wand hochgeklappt, wenn sie tagsüber nicht benötigt wurden. Im Mannschaftsraum befand sich auch die Fernmeldezentrale, die die einzige Verbindung des Bunkers nach außen darstellte.

Herzstück des Regelbaus ist natürlich der Sechsschaftenturm. Er ist doppelstöckig und man erreicht ihn über eine Stahlleiter. Der Turnt wurde durch 250 Zentimeter dicken Stahl geschützt. Er wog rund 50 Tonnen und war daraus ausgelegt, schweren Beschuss abzuhalten. Gleiches galt natürlich nicht für die Soldaten im Inneren. Sie kamen um, wenn es einen direkten Treffer gab.

Westwall


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