Panzerturm 20-P7
6-Schartenturm des Westwalls

Westwall - Siegfried-Linie
Bunker der deutschen Verteidigungslinie,
die zwischen 1938 und 1940 entstand und
über eine Länge von 630 Kilometern die
Westgrenze Hitler-Deutschlands sichern sollte.

Westall - Panzerturm 20P7

Der 6-schartige Panzerturm 20P7 wurde sehr häufig in den Regelbauten des Westwalls verbaut. Die Panzerung des Turms bestand meist aus 25 Zentimeter dickem Chrom-Molybdän-Gussstahl – in dem Fall sprach man von der Widerstandsklasse B). Es gab also noch Modelle mit umfangreicherer Panzerung. Der 20P7 galt zugleich als Prototyp deutscher Maschinengewehrkuppeln für Regelbauten des Westwalls der Ausbaustufe B1 bis A. Dies wiederum sagt etwas über die Wuchtigkeit des Bunkers aus, in dem der Panzerturm verbaut wurde. Das „A“ steht beispielsweise für Bunker mit einer Wandstärke von 2,5 Metern – Stahlbeton wohlgemerkt. Oder anders formuliert: Man verbaute die Panzerkuppel gern in den Bunker, bei denen man eine besondere Widerstandskraft benötigte, da man hier besonders starke Kampfhandlungen erwartete.

Die Produktion eines solchen Panzerturms verschlang natürlich Unmengen an Material und Kosten. Um sie dennoch schlank zu gestalten, wendeten man eine Herstellungsverfahren an, welches schon in den 1930er-Jahren in Frankreich bei der Produktion dortiger Panzertürme zum Einsatz kam. Eigentlich ganz einfach: Das Innenmaß des Innenraumes war immer gleich; es wurde immer nur die Dicke der Panzerung variiert. Außerdem war die Kampfraumplattform immer gleich und auch die Führung für das Maschinengewehr 34 wurde in der 40P8-Kuppel mit einer Panzerung von 44 Zentimeter (Widerstandsklasse A) und in der 35P8-Kuppel mit einer Mindestpanzerung von 12 Zentimeter (Widerstandsklasse B1) eingesetzt.

Im 6-Schartenturm 20P7 konnten zwei Maschinengewehre 34 auf einer Schartenlafette eingesetzt werden. Als Besatzung für die 20P7-Panzerkuppel waren zwei Mann vorgesehen. Einer von ihnen bediente das Maschinengewehr und der Zweite war für die Erkundung verantwortlich. Für die zwei vorhandenen MG 34 konnte man wiederum eine der sechs Scharten nutzen. Die Schießstände waren obendrein gassicher. Sie waren gleichmäßig verteilt. Der Feuersektor von jedem von ihnen betrug 63 Grad in der horizontalen Ebene. Der Kommandant des Turms war auch für die Aufklärung verantwortlich. Dazu stand ihm unter anderem ein Periskop, das in die vertikale Achse der Kuppel eingebettet war zur Verfügung.


Panzerturm

6-Schartentürme vom Typ 20P7 im Saarland

Westwall


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