Festungen in Frankreich
errichtet vor dem Ersten Weltkrieg


An allem Unfug, der passiert,
sind nicht etwa nur die schuld,
die ihn tun, sondern auch die,
die ihn nicht verhindern.

Erich Kästner
1899 - 1874

Festungen

Französische Festungen bis 1918

Frankreich gilt als das Land der prachtvollen Schlösser. Nur wenige Menschen wissen, dass es eigentlich als das Land der Festungen angesehen werden sollte, denn nirgends in Europa entstanden im Verlauf der letzten Jahrhunderte derart viele Festungsanlagen wir hier.

Diese Geschichte begann bereits im 17. Jahrhundert unter dem legendären Sonnenkönig Ludwig XIV. und seinem berühmten Festungsbaumeister Sébastien Vauban. Die Fortsetzung erfolgte in gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Frankreich hatte just den 70er-Krieg gegen Deutschland verloren und musste die wichtigen Regionen Elsass und Lothringen abtreten. Dadurch ergab sich ein neuer Grenzverlauf zum Erzfeind und die Franzosen realisierten, dass sie (ohne moderne Festungen) eigentlich schutzlos sind. Also beauftragte die französische Regierung den General Séré de Rivières mit dem Bau einer neuen Festungslinie – der sogenannten Barrière de Fer; die Franzosen sprechen heute auch häufig vom Système Séré de Rivières.

Diese Verteidigungslinie bestand aus 166 Festungen, 45 Zwischenwerken (also kleinen Festungsanalagen) und 250 Batterien. Sie reiche von der Nordseeküste bis zum Mittelmeer, wobei der Schwerpunkt ein massiver Festungsgürtel war, der von Verdun, über Toul und Épinal nach Belfort reichte.

Zu guter Letzt kam für die Franzosen der Schock des Ersten Weltkriegs und später die Feststellung, dass man abermals dem erstarkenden Nazi-Deutschland schutzlos gegenüberstand. Abermals entschloss man sich zum Bau einer Festungslinie. Diesmal wurde André Maginot beauftragt, der die berühmte Maginot-Linie errichtete. Das war ein mächtiges Bollwerk modernster Festungen. Letztlich halt sie den Franzosen nicht, denn sie rechneten nicht damit, dass sie binnen weniger Wochen von deutschen Truppen aus den Ardennen kommend überrannt werden.


Historische Militärkarte - Frankreich

Historische Karte französischer Festungen
Quelle: Brockhaus Konversationslexikon | Ausgabe 14 von 1891 - 1895 | Leipzig

Frankreich gilt als das Land der prachtvollen Schlösser. Nur wenige Menschen wissen, dass es eigentlich als das Land der Festungen angesehen werden sollte, denn nirgends in Europa entstanden im Verlauf der letzten Jahrhunderte derart viele Festungsanlagen wir hier.

Diese Geschichte begann bereits im 17. Jahrhundert unter dem legendären Sonnenkönig Ludwig XIV. und seinem berühmten Festungsbaumeister Sébastien Vauban. Die Fortsetzung erfolgte in gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Frankreich hatte just den 70er-Krieg gegen Deutschland verloren und musste die wichtigen Regionen Elsass und Lothringen abtreten. Dadurch ergab sich ein neuer Grenzverlauf zum Erzfeind und die Franzosen realisierten, dass sie (ohne moderne Festungen) eigentlich schutzlos sind. Also beauftragte die französische Regierung den General Séré de Rivières mit dem Bau einer neuen Festungslinie – der sogenannten Barrière de Fer; die Franzosen sprechen heute auch häufig vom Système Séré de Rivières.

Diese Verteidigungslinie bestand aus 166 Festungen, 45 Zwischenwerken (also kleinen Festungsanalagen) und 250 Batterien. Sie reiche von der Nordseeküste bis zum Mittelmeer, wobei der Schwerpunkt ein massiver Festungsgürtel war, der von Verdun, über Toul und Épinal nach Belfort reichte.

Zu guter Letzt kam für die Franzosen der Schock des Ersten Weltkriegs und später die Feststellung, dass man abermals dem erstarkenden Nazi-Deutschland schutzlos gegenüberstand. Abermals entschloss man sich zum Bau einer Festungslinie. Diesmal wurde André Maginot beauftragt, der die berühmte Maginot-Linie errichtete. Das war ein mächtiges Bollwerk modernster Festungen. Letztlich halt sie den Franzosen nicht, denn sie rechneten nicht damit, dass sie binnen weniger Wochen von deutschen Truppen aus den Ardennen kommend überrannt werden.




Festungen in Frankreich

FESTUNGEN RUND UM VERDUN

10 Festungen | 4 Monumente
Karten | Chronik der Kämpf 1916 | historische Bilder

Verdun war Schauplatz blutigster Kämpfe während des ersten Weltkriegs. Die Soldaten hatten auf den Schlachtfeldern keinen Schutz und waren dem permanenten Artilleriefeuer ausgesetzt. Einzig die Festungen, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts rund um Verdun errichtet wurden, konnten ihnen für wenige Stunden einen Unterschlupf bieten. Viele Festungen gehören zur Barrière de Fer. Einige von Ihnen sind jedoch auch jüngeren Datums.


FESTUNGEN der BARRIÈRE DE FER

16 Festungen | historische Karte
Link zu weiteren Bildergalerien

Die Barrière de Fer ist eine Festungslinie, die Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich errichtet wurde. Sie wird häufig auch als Système Séré de Rivières genannt. Sie reicht von der Nordseeküste bis zum Mittelmeer, wobei sich ihr Schwerpunkt an der damaligen Grenze zum deutschen Kaiserreich befindet. Insbesondere die Festungsstädte Verdun, Toul, Épinal und Belfort sind wesentlicher Bestandteil des Verteidigungskonzepts.


FESTUNGEN RUND UM TOUL

13 Festungen
Karte | historische Bilder von der Stadt

Nur wenige Menschen wissen, dass die französische Stadt Toul einst eine wichtige Festungsstadt war und eine zentrale Bedeutung bei der Verteidigung Frankreichs hatte. Rund um die Stadt Toul wurden dazu Ende des 19. Jahrhunderts etliche Festungen errichtet. Sie waren wichtiger Bestandteil der Barrière de Fer - eine Festungslinie, die der Baumeister Séré de Rivières errichtete.


FESTUNGEN RUND UM BELFORT

Karte | historische Bilder von der Stadt
Serie im Aufbau

Die Festungsstadt Belfort im Osten Frankreichs war gegen Ende des 19. Jahrhunderts von großer strategischer Bedeutung. Sie stellte das südliche Ende des Hauptteils der Barrière de Fer. Aber auch in den früheren Jahrhunderten schrieb man diesem Verkehrsknotenpunkt eine große Bedeutung zu, was die mächtige Zitadelle von Belfort beweist.


FESTUNGEN RUND UM PARIS

Karte | historische Bilder von der Stadt
Serie im Aufbau

Es war ein Schock für die Franzosen als während des Krieges 1870/71 die deutschen Truppen ihre Hauptstadt Paris in große Bedrängnis brachten. Also wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts rund um die Stadt ein mächtiger Festungsgürtel errichtet. Er war seinerzeit einer der modernsten Verteidigungswälle, die Frankreich zu bieten hatte.


FESTUNGEN RUND UM ÉPINAL

Karte | historische Bilder von der Stadt
Serie im Aufbau

Épinal war über Jahrhunderte hinweg ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in Ostfrankreich. Es lag also nahe, dass diese Stadt gegen Ende des 19. Jahrhunderts strategisch wichtiger Bestandteil der Barrière de Fer wurde und man Épinal und die umliegende Region mittels eines wuchtigen Festungsgürtels zu schützen versuchte. Im Fall eines Angriffs deutscher Truppen sollten diese den Feind am Durchkommen hindern.


FESTUNGEN von SÉBASTIEN VAUBAN

4 Festungen | Karte | historische Lagepläne
Dokumentation über Sébastien Vauban

Sébastien Vauban ist in Deutschland relativ unbekannt. In Frankreich hingegen gilt er noch heute als der Festungsbaumeister der Nation. Überall in Frankreich finden man noch heute Werke seines Schaffens. Einige Festungen, die er unter der Ägide vom Sonnenkönig Ludwig XIV. errichtete, sind heute Weltkulturerbe. Viele seiner Bauten sind wahre Besuchermagnete und werden von tausenden Touristen besucht und bestaunt.


WEITERE FESTUNGEN UND BURGEN

2 Locations
Bilder diverser Wehrbauten

Frankreich gilt als das Land der Schlösser. Viele wissen gar nicht, dass es jedoch auch durchzogen ist von Festungen und Burgen aus mehreren Jahrhunderten. Diese Galerie fasst einige von ihnen zusammen. Sie befindet sich im Aufbau und wird nach und nach wachsen.


www.festungen.info ist eine private Homepage und verfolgt keine kommerziellen Zwecke. Dennoch verwendet die Website Cookies, um Ihnen das beste Surf-Erlebnis zu ermöglichen und eine Reichweitenmessung durchzuführen. Weitere Informationen erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.