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Eine fotografische Dokumentation
ausgewählter Festungen des 19. und 20. Jahrhunderts.

Lost Places | Urban Exploring | Fotografie



Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen,
Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen
zu wollen. Nur Blut soll immer mit Blut abgewaschen werden.

Bertha von Suttner
Friedennobelpreisträgerin
1843-1914



Festungen - Wehranlagen längst vergangener Zeiten

Kriegerische Auseinandersetzung früherer Zeiten sind mit heutigen Konflikten nicht zu vergleichen. Über Jahrhunderte hinweg glich sich die Strategie der Gegner: Offiziere schickten ihre Soldaten in offener Feldschlacht frontal gegeneinander, damit sie sich niedermetzeln. Und wenn das Militär strategisch wichtige Orte besonders schützen wollen, errichteten sie Festungen.

Festungen - Wehranlagen längst vergangener Zeiten

Kriegerische Auseinandersetzung früherer Zeiten sind mit heutigen Konflikten nicht zu vergleichen. Über Jahrhunderte hinweg glich sich die Strategie der Gegner: Offiziere schickten ihre Soldaten in offener Feldschlacht frontal gegeneinander, damit sie sich niedermetzeln. Mit altertümlichen Kanonen wurden die gegnerischen Reihen dezimiert und die Kavallerie sorgte für Aufregung auf dem Schlachtfeld und den hoffentlich schnellen Sieg.

Und wenn die Landesfürsten ihre Städte oder strategisch wichtige Orte schützen wollen, errichteten sie Festungen. Diese boten Schutz gegen feindliche Angreifer und konnten gut verteidigt werden. Anfangs waren das Steinwälle oder Holzpalisaden. Sie wurden abgelöst von Burgen. Mit dem Aufkommen erster Pulverwaffen im 15. Jahrhundert und der Einführung stehender Heere (etwas später) wandelte sich nicht nur die anfangs geschilderte Strategie der Offiziere. Es änderte sich auch erheblich der Art und Weise wie man Festungen errichtete. Denn nun waren Angriffe mit großer Wirkung und mit gewisser Distanz möglich. Die Geburtsstunde der modernen Artillerie hatte fortan großen Einfluss auf den Festungsbau - sie bestimmte seine Weiterentwicklung maßgeblich.

Festungen - Abbild der Waffentechnik

Collage - Feldpost aus dem Ersten Weltkrieg

Nichts passiert ohne Hintergrund:
Kriege sind oft der Ursprung
oder das Ergebnis.
Geschehenes zu verstehen,
heißt auch solche Fakten
zu kennen.

=> Erste Weltkrieg
=> Deutsches Kaiserreich

Während Festungen lange Zeit oberirdische Bollwerke gegen den Feind waren, gingen sie gegen Ende des 18. Jahrhunderts „unter Tage“. Die Geschütze wurden nicht mehr unter freiem Himmel platziert, sondern man schützte sie mit Panzerkuppeln, die obendrein schwenk- und versenkbar waren. Festungen wurden auch nicht mehr als kompakte Bauten erreichtet, sondern die Architekten verteilten kleine Bunker im Gelände, nutzten dabei die natürlichen Gegebenheiten aus und verbanden sie unterirdisch mit Hohlgängen.

Der Grund für diese architektonische Veränderung, die ich übrigens auf der Seite (Kurz-)Geschichte des Festungsbaus beschreibe, war die Entwicklung der Artillerie-Technik: 1840 entwickelte Martin von Wahrendorff für Kanonen erstmals ein Hinterladersystem. 1846 folgte die Idee des gezogenen Laufs.

Bis dahin waren alle Geschütze innen glatt und mussten von vorn munitioniert werden. Seine Erfindung führte zu einer höheren Schussrate, und es konnten explosive Langgeschosse (statt einfacher Kugelgeschosse) verwendet werden. Resultat: Durch diese Neuerungen erhöhte sich enorm die Treffgenauigkeit, Feuerrate und Reichweite der Kanonen; die Verwendung von Langgeschossen erhöhte dazu deren Durchschlagskraft. Es kommt nicht von ungefähr, dass der Erste Weltkrieg auch ein Krieg der Kanonen war. Die modernen Geschütze seit Ende des 18. Jahrhunderts versetzten die Militärs in die Lage, schneller, weiter, genauer zu schießen und die Durchschlagskraft der Geschosse erhöhte sich. Innerhalb einer Festung alten Typs (kompakte Bauweise) gab es keinen Ort mehr, der nicht durch direkte Treffer bedroht war.


Deutsche Festungen bis 1918

Das Deutsche Kaiserreich errichte nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und der Annexion der Regionen Elsass und Lothringen rund um die Städte Metz, Thionville (damals Diedenhofen) und Straßburg etliche Festungen. Sie wollten das Gebiet und die dortigen Verkehrsknotenpunkte vor französischen Angriffen schützen. Das für die Deutschen gewonnene Reichsland Elsass-Lothringen war ein wichtiger Teil des Schlieffen-Plans.

Festungen rund um Thionville

Festungen rund um Metz

Festungen rund um Straßburg

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Französische Festungen bis 1945

Nach dem für Frankreich verloren gegangenen Krieg 1870/71 musste Verteidigung auf neue Beine gestellt werden. Bisher sollten Städte wie Metz und und Straßburg als Bollwerk gegen das Kaiserreich dienen. Frankreich verlor sie jedoch.
Da die Franzosen jedoch schon immer auf Festungen als Bestandteil der Landesverteidigung setzten, beauftragte die Regierung General Séré de Rivières mit der Errichtung einer neuen Verteidigungslinie - der Barriére de Fer oder (wie die Franzosen sie meist nennen) dem Système Séré de Rivières. Sie war letztlich auch der Vorläufer der Maginot-Linie.

Festungen rund um Verdun

Festungen rund um Toul

Festungen der Maginot-Linie

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