Flitscher Klause - Festung Österreich-Ungarns während des Ersten Weltkriegs

Die Flitscher Klause (heutige Festung Kluže in Slowenien) befindet sich nordöstlich des slowenischen Dorfs Bovec - an einer Straße, die Cave del Predil mit Kärnten verbindet. Sie liegt in den Julischen Alpen und die Grenze zu Italien ist quasi nur einen Steinwurf entfern. Die Grenze zu Österreich ist gut dreißig Kilometer entfernt. Einst gehörte die gesamte Region zu Österreich-Ungarn und wurde im Verlauf des Ersten Weltkriegs schwer umkämpft.

Die Ursprünge der Festung reichen bis in das 15. Jahrhundert zurück. Seinerzeit entstand an dieser Stelle eine erste Verteidigungsanlage zum Schutz vor den Türken. Im Verlauf des 16. Jahrhunderts gelang die Region unter österreichische Herrschaft.

Im Verlauf des Ersten Weltkriegs spielte die Flitscher Klause zusammen mit dem nahe gelegenen Fort Hermann eine wichtige Rolle zur Sicherung der Nachschubwege. Zwischen 1915 und 1917 verlief hier die sogenannte Sočafrontlinie. Seinerzeit mussten alle Bürger Bovec verlassen und das Örtchen wurde im Verlauf der Kämpfe komplett zerstört.

Während das Fort Hermann durch italienischen Artilleriebeschuss schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde und dadurch für Österreich-Ungarn unbrauchbar wurde, überstand die Flitscher Klause die Angriffe. Heute ist sie eine Sehenswürdigkeit im Dreiländereck Italien, Österreich und Slowenien.

Grenzverlauf - Österreich-Ungarn / Italien bis 1918

Grenzverlauf Österreich-Ungarn / Italien
bis 1918

Festung im Rayon Kärnten

KMZ

Interne Link

Fort Hensel (A)

Fort Hensel (B)

Werk Raibler See

Batterie Predil

Depot Predil

Fort Hermann

Flitscher Klause

www.festungen.info ist eine private Homepage und verfolgt keine kommerziellen Zwecke. Dennoch verwendet die Website Cookies, um Ihnen das beste Surf-Erlebnis zu ermöglichen und eine Reichweitenmessung durchzuführen. Weitere Informationen erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.