Festungen des Ersten Weltkriegs:

Festungen der
österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie
(Festungsabschnitt Kärnten)

Festungen der K.u.k.-Monarchie
Österreich-Ungarn
in Norditalien.

Kaiser Franz Josef von Österreich

Kaiser Franz Joseph I.
Kaiser von Österreich-Ungarn
1830-1916

Festungen von Österreich-Ungarn in Nordostitalien und heutigem Slowenien

Norditalien im Jahr 1915: Visualisierung italienischer Kriegsziele, die nie realisiert werden konnten. Quelle: Österreichs Volksbuch vom Weltkrieg, GM d.R. Hugo Schäfer, Verlag GM d.R. Franz Schubert, Wien, 1934


Weitere Informationen:

Reichsbefestigungen Österreich-Ungarns zu Zeit Conrads von Hötzendorf (historische Literatur)

Militärgeographie des südwestlichen Kriegsschauplatzes (Buch).

Schlachtfeld-Führer für den südwestlichen Kriegsschauplatz im Weltkrieg (Buch).

La guerra d'Italia 1915-1918 - Bücherserie mit mehreren Teilen und in italienischer Sprache (Buch).

Isonzo 1915, 1916 und 1917, Buch in mehreren Teilen vom Artur-Kollitsch-Verlag, Klagenfurt-Wien (Buch).

Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Monarchien Österreich-Ungarns und Italien Verbündete - jedenfalls offiziell. Sie bildeten zusammen mit dem Deutschen Kaiserreich den sogenannten Dreierbund. Tatsächlich traute Österreich-Ungarn dem italienischen Nachbarn allerdings nicht. Die Donaumonarchie beanspruchte nämlich italienische Landstriche für sich und es gab im Verlauf des 19. Jahrhunderts immer wieder Konflikte infolge dessen Österreich beispielsweise die Lombardei (heute wie selbstverständlich zu Italien gehörend) an den südlichen Nachbarn abtreten musste (1859).

Also galt es für Österreich-Ungarn, seine Machtanspruch militärisch abzusichern. Vor diesem Hintergrund begann man ab Mitte des 19. Jahrhunderts (letztlich nach dem Abtreten der Lombardei) in Südtirol und dem südlichen Teil Kärnten neue Festungsanlagen und Passsperren zu errichten. Sie dienten zum Schutz der eigenen Gebietsansprüche, aber auch zum Schutz vor einem Angriff Italiens, der sich gegen Wien richten könnte. Insbesondere die Festungen in Kärnten hätten den Italienern entscheidend den Weg dorthin versperrt. Heute wissen wir, dass es auf italienischer Seite durchaus solche Planspiele gab. Der weitere Verlauf der Geschichte dürfte bekannt sein: Italien trat 1915 auf der Seite Frankreichs, Englands und Russland in den Krieg ein, weil man sich durch deren Unterstützung ein Zurückgewinnen italienischer Regionen erhoffte. Es entbrannte zwischen 1915 bis 1918 ein blutiger Krieg in den Alpen.



Festungen von Österreich-Ungarn: Festungsrayon Kärnten

Zuerst einmal: Im österreichischen Militärjargon bezeichnete man mit einem Rayon einzelne Bezirke des Abwehrriegels nahe der italienisch-österreichischen Grenze. Letztlich handelt es sich um einen Verteidigungsabschnitt. Der guten Vollständigkeit halber: Der Festungsrayon wiederum meint auch den Bereich rund um eine Festung, wo es militärische Beschränkungen hinsichtlich ziviler Bauwerke oder der Bepflanzung gibt.

Wie schon gesagt: Das Einflussgebiet der Donau-Monarchie ging Anfang des 20. Jahrhunderts deutlich über die Grenzen des heutigen Österreichs hinaus. Im Südwesten reichte es bis ins heutige Italien, umfasste das heutige Slowenien und Kroatien. Vor diesem Hintergrund ist es heute etwas verwirrend, wenn man von der Kärntener Front spricht, weil sich diese gar nicht im heutigen Kärnten (also Österreich), sondern im Drei-Ländereck Italien, Österreich und Slowenien befindet.

Insgesamt handelt es sich um sechs Festungsanlagen, die wichtige Gebirgsstraßen und Passe sichern – wichtige Nachschubwege, die während des Alpenkriegs 1915-1918 beispielsweise zur Versorgung der Isonzofronten eine besondere Rolle spielten.

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