Sébastien Vauban: Festung Neuf-Brisach

Sébastien le Pestre de Vauban


Sébastien de Vauban
(1633 - 1707)

Sébastien Le Prestre, Seigneur de Vauban war ein französischer General,
Festungsbaumeister Ludwigs XIV. und Marschall von Frankreich.

Vauban-Festung: Neuf Brisach

1688 zettelte der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. den sogenannten Pfälzischen Erbfolgekrieg an. Vorwand waren Streitigkeiten um das Erbe einen Kurfürsten. Letztlich ging es Ludwig XIV. um Macht und größeren Einfluss sowie die geplante Ausbeutung der neuen Gebiete, die er zu erobern erhoffte. Sein Plan schlug fehl und er musste sich einer Allianz verschiedenster Gegner geschlagen geben. Der „Frieden von Rijswijk“ 1697 beendete das Blutvergießen. Eine Bedingung war, dass Frankreich das besetzte und befestigte Beisach auf dem rechten Rheinufer räumen musste. Die Regionen Elsass und Lothringen, die einst auch nicht zu Frankreich gehörten, musste er nicht abtreten. Diese territoriale Neuordnung machte die Grenzregion allerdings schutzlos. Also beauftragte Ludwig XIV. den Festungsbaumeister Sébastien Vauban auf der dem just abgetretenen Breisach gegenüberliegenden, elsässischen Rheinseite eine neue und befestigte Garnisonsstadt zu errichten, um eventuelle Invasionen von der anderen Rheinseite abwehren zu können.

Für Vauban war das ein Glücksfall. Denn anders als sonst üblich, konnte der Neuf-Brisach „vom Reißbrett“ her planen. Er musste auf keine baulichen Gegebenheiten Rücksicht nehmen – immerhin entstand die Stadt komplett neu. Am 18. Oktober 1699 gab Ludwig XIV. die Pläne frei und 1702 konnte das Bauvorhaben abgeschlossen werden.

Die besondere Bedeutung dieser Festung war, dass sie letztlich den Zugang feindlicher Truppen zum Elsass sperrte. Natürlich hätten Fußsoldaten die Garnisonsstadt umgehen können. Aber die Artillerie des Feindes war zwingend auf befestigte Straßen angewiesen. Also hätten sie Neuf-Brisach kreuzen müssen und wären dort aufgehalten worden. Eine Armee war damals aber kaum etwas ohne Artillerie wert.


Französische Festungen

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