Belgische Festungen
rund um Antwerpen, Lüttich und Namur


Festungen, die zwischen 1971 und 1918
in Belgien errichtet wurden.



Die modernen Kriege machen
viele Menschen unglücklich,
solange sie dauern,
und niemand glücklich,
wenn sie vorüber sind.

Johann Wolfgang von Goethe
1749-1832

Belgische Festungen bis 1918


Die Geschichte des Nationalstaats Belgien - wie wir ihn heute kennen - ist eigentlich recht jung. Sie begann mit dem Wiener Kongress von 1815. Nach der Niederlage Napoleons Bonapartes und den Folgen der französischen Revolution wollten die Herrscher Europas das Kontingent neu ordnen. So wurde beispielsweise Belgien (die südlichen Niederlande) und Holland (die nördlichen Niederlande) unter König Wilhelm I. zu einem Staat zusammengefasst. Was Europa eigentlich Frieden bringen sollte, führte in der belgischen Bevölkerung zu großem Unmut. 1830 brach in Brüssel die belgische Revolution aus. Belgien riss sich trotz militärischem Widerstand des Königshauses von den Holland los und verkündete am 4. Oktober 1830 seine Unabhängigkeit.

Natürlich musste das junge Belgien umgehend seine Landesgrenzen und die wichtigsten Wirtschaftszentren schützen. Also beauftragte man General Brialmont (1821-1903) mit Planung und Realisierung angemessener Festungen rund um Antwerpen und später auch von Lüttich und Namur. Diese ausgedehnten Festungsringe, die die Städte umkreisten, sollten der neu aufgestellten belgischen Armee Rückhalt geben.

Die Schwäche der belgischen Armee zeigte sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Der Schlieffen-Plan von 1905 sehr vor, dass im Fall eines erneuten Krieges zwischen Deutschland und Frankreich, die kaiserlichen Truppen durch Belgien marschieren, um den Erzfeind von dort aus anzugreifen. Aus deutscher Sicht waren die ersten Kriegsmonate 1914 ein voller Erfolg, denn man konnte in kurzer Zeit die belgischen Truppen bzw. die Festungsstädte Lüttich und Namur einnehmen. Der Weg war also frei, um in Frankreich einzufallen.


Belgische Festungen bis 1918

Festung

Denkschrift aus dem Erste Weltkrieg - historisch Akten

Historische Akte über die Beschießung belgischer Festungen mit vielen historischen Aufnahmen.
(Link: germandocinrussia).

Die Geschichte des Nationalstaats Belgien - wie wir ihn heute kennen - ist eigentlich recht jung. Sie begann mit dem Wiener Kongress von 1815. Nach der Niederlage Napoleons Bonapartes und den Folgen der französischen Revolution wollten die Herrscher Europas das Kontingent neu ordnen. So wurde beispielsweise Belgien (die südlichen Niederlande) und Holland (die nördlichen Niederlande) unter König Wilhelm I. zu einem Staat zusammengefasst.

Was Europa eigentlich Frieden bringen sollte, führte in der belgischen Bevölkerung zu großem Unmut. 1830 brach in Brüssel die belgische Revolution aus. Belgien riss sich trotz militärischem Widerstand des Königshauses von den Holland los und verkündete am 4. Oktober 1830 seine Unabhängigkeit.

Natürlich musste das junge Belgien umgehend seine Landesgrenzen und die wichtigsten Wirtschaftszentren schützen. Also beauftragte man General Brialmont (1821-1903) mit Planung und Realisierung angemessener Festungen rund um Antwerpen und später auch von Lüttich und Namur. Diese ausgedehnten Festungsringe, die die Städte umkreisten, sollten der neu aufgestellten belgischen Armee Rückhalt geben.

Die Schwäche der belgischen Armee zeigte sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Der Schlieffen-Plan von 1905 sehr vor, dass im Fall eines erneuten Krieges zwischen Deutschland und Frankreich, die kaiserlichen Truppen durch Belgien marschieren, um den Erzfeind von dort aus anzugreifen. Aus deutscher Sicht waren die ersten Kriegsmonate 1914 ein voller Erfolg, denn man konnte in kurzer Zeit die belgischen Truppen bzw. die Festungsstädte Lüttich und Namur einnehmen. Der Weg war also frei, um in Frankreich einzufallen.

Einmal abgesehen vom vollkommen unausgewogenen Kräfteverhältnis der kleinen belgischen Armee im Vergleich zum riesigen und gut ausgerüstetem Heer der Deutschen, rechneten die Belgier auch nicht mit dem Beschluss ihrer Festungen mit schweren Eisenbahngeschützen. Doch beispielsweise bereits am ersten Tag der Belagerung von Namur bzw. des Angriffs auf die Festungen verlor Belgien fünf von Ihnen wegen des massiven Beschusses durch deutsche Artillerie.

Die Deutschen setzten jedoch ihre „Dicke Bertha“ ein, ein massiver Mörser, der ihnen bereits bei der Bekämpfung der Festungen rund um Lüttich gute Dienste leistete. Angesichts dieser Übermacht ergab sich die belgische Armee am 25. August 1914. Insgesamt 50.000 Soldaten gingen in Kriegsgefangenschaft. Der Fall von Namur hatte (was die Deutschen nicht realisierten) eine große Signalwirkung für die Alliierten, die nun keine stabile Verteidigungslinie gegen den Vormarsch der deutschen Truppen besaßen, bis diese die Marne kurz vor Paris erreichten.

Die kaiserliche Armee war anscheinend vom überwältigenden Erfolg seiner Artillerie selbst beeindruckt. Die beiliegende Denkschrift, die im Jahr 1915 entstand, fasst die Ereignisse des Vorjahres zusammen und dokumentiert sie mit etlichen Bildern. Dabei handelt es sich um durchaus spannenden Aufnahmen, die einen Einblick in die Festungen der Belgier geben.

Festungen in Belgien

Bildergalerien: Festungen in Belgien

Festung

FESTUNGEN RUND UM LÜTTICH

Karte des Festungsrings um die Stadt
1 Location | Serie im Aufbau


FESTUNGEN RUND UM NAMUR

Karte des Festungsrings um die Stadt
Serie im Aufbau


FESTUNGEN RUND UM ANTWERPEN

Karte des Festungsrings um die Stadt
Serie im Aufbau


Festungen

Historische Bilder: Beschuss der belgischen Forts im Ersten Weltkrieg


Am 4. August 1914 marschierten deutsche Truppen in das neutrale Belgien ein. Für das kleine Land war dies der Auftakt des Ersten Weltkriegs. Zuvor hatte die Belgier ein deutsches Ultimatum verstreichen lassen, mit dem das Kaiserreich einen „friedlichen Durchmarsch“ durch das Land verlangte. Zu ersten schweren Kampfhandlungen ist es bei Lüttich gekommen, weil die Deutschen die rund um die Stadt platzierten Festungen angriffen. Die belgische Armee hielt die Festungsringe um Lüttich, Namur und Antwerpen für unbezwingbar – wurden aber eines Besseren belehrt. Die deutschen Angriffstruppen verfügten unter anderem über schwere Eisenbahngeschütze mit einem 42-cm-Kaliber. Die Sprengkraft ihrer Geschosse war verheerend. Außerdem konnten sie außerhalb der Reichweite der belgischen Festungsartillerie positioniert werden.

Nachdem Lüttich eingenommen und die Festungen dort niedergekämpft waren, marschierte ein Teil der deutschen Armee nach Antwerpen. Dort begann „das Spiel“ von vorn. Nach und nach fielen die Festungen. Die Kämpfe begannen Ende September 1914. Anfang Oktober fielen dann die ersten Forts – quasi im Tagesabstand. Und am 9. und 10. Oktober beschloss die Armee, die Festung Antwerpen aufzugeben, weil sie sie nicht halten konnten.

Erster Weltkrieg: Deutsches Eisenbahngeschütz "Langer Max" vor dem Einsatz

Deutsches Eisenbahngeschütz "Langer Max" vor dem Einsatz - Ein Vergleich des Geschosses mit dem Kanonier lässt seine Größe erahnen.

Erster Weltkrieg - das 38-cm-Geschütz wird geladen.

Das 38-cm-Geschütz wird geladen. Die Munition muss gegen des Gewichts von 18 Zentner auf einem gesonderten Wagen transportiert werden.

Erster Weltkrieg - eine 38-cm-Granate wird in das Rohr eines Eisenbahngeschützes eingeführt

Eine 38-cm-Granate wird in das Rohr eines Eisenbahngeschützes eingeführt. Die Schussweite dieses Geschützes betrug 47 Kilometer.


Quelle:
Der Weltkrieg im Bild - Originalaufnahmen des Kriegs-Bild- und Filmamtes aus der modernen Materialschlacht. Autor:George Soldan | Ausgabe 1928

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