Festungen des 19. Jahrhunderts in Frankreich:

Festungen der Barrière de Fer
(Système Séré de Rivières)

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General Séré de Rivières
(1815 - 1895)

Er war Erbauer der Barrière de Fer. Sie wird von den Franzosen häufig als Système Séré de Rivières bezeichnet. Es ist eine Festungslinie in Frankreich, die insbesondere die Städte Verdun Toul, Épinal und Belfort sichert. Die vielen Festungen rund um Toul tragen seine Handschrift. Sie wurden in den 70er- und 80er-Jahren des vorletzten Jahrhunderts errichtet.



Der Deutsch-französische Krieg 1870/71 und die Folgen für Frankreich

Der Deutsch-französische Krieg 1870/71 war im Verlauf des 19. Jahrhunderts einer der Tiefpunkte im Verhältnis zwischen Frankreich und seinem europäischen Rivalen, dem aufstrebenden Preußen. Der 70er-Krieg (wie er in der Folge häufig genannt wurde) offenbarte den Franzosen, dass sie militärisch ihrem Erzrivalen weit unterlegen waren. Kurz vor Friedensschluss mussten es die Franzosen dann sogar ertragen, dass auf französischem Boden in Versaille das Deutsche Kaiserreich ausgerufen wurde. Und kurz nach Friedensschluss musste Frankreich sogar die wirtschaftlich wichtigen Regionen Elsass und Lothringen an das noch junge Kaiserreich abtreten.

Gut nachvollziehbar, dass diese Ereignisse aus französischer Sicht das Verhältnis zu Deutschland nicht besserten.

Die Schmach des verlorenen Krieges wäre vielleicht noch zu ertragen gewesen. Aber der Verlust französischer Regionen wog schwer - emotional und insbesondere militärisch. Denn man verlor gegenüber Deutschland einen wichtigen geographischen Vorteil. Mit dem Rhein und den Vogesen war die bisherige Ostgrenze günstig zu verteidigen gewesen. Jetzt fielen diese natürlichen Barrieren weg und es galt, die neue, offene und ebene Grenze zum Erzrivalen Deutschland militärisch zu sichern. Ganz unabhängig davon ging Frankreich aus dem 70er-Krieg militärisch stark geschwächt und (weil man die Auseinandersetzung selbst anzettelte) in Europa auch recht isoliert hervor.

Das war die Stunde von General Séré de Rivières. Er war Festungsbaumeister und hatte kurz vor Ausbruch des Krieges bereits den Auftrag erhalten, die wichtige Grenzstadt Metz militärisch auszubauen.

Das Vorhaben musste wegen des Kriegsausbruchs dann jedoch gestoppt und konnte später von ihm nicht vollendet werden, weil das lothringische Metz inzwischen in deutscher Hand war. Diese nutzten übrigens die von Rivières entwickelten Pläne und vollendeten die von ihm begonnenen Bauarbeiten.

Revières wurde also ins Kriegsministerium berufen und wurde mit der Errichtung einer neuen Festungslinie entlang der neuen deutsch-französischen Grenze beauftragt - der Barrière de Fer bzw. dem Système Séré de Rivières wie es die Franzosen später nennen werden. Damit sollten drei Ziele erreicht werden:

  • Im Fall eines erneuten Krieges galt es, die deutschen Truppen bei ihrem Vormarsch auf Paris mindestens zu verlangsamen - optimalerweise zu stoppen.

  • Gleichzeitig hätte Frankreich mehr Zeit zur Mobilisierung seiner eigenen Truppen.

  • Last but not least sollte die Festungslinie Ausgangspunkt einer Offensive zur Rückgewinnung von Elsass-Lothringen sein.

Übrigens: In Berichten über die Barrière de Fer geht häufig unter, dass die Bauarbeiten zwar von General Séré de Rivières zwar im Jahr 1874 begonnen, aber später nicht beendet wurden. Im Jahr 1880 kam es zu Spannungen und Rivalitäten rund um das gigantische Bauvorhaben. Die Kritik an dem neuen Verteidigungssystem wurde immer lauter. In Folge dessen wurde Rivières im Januar 1880 abgesetzt; er trat in den Ruhestand. Putzigerweise wurde das System dennoch ausgebaut und bis Anfang des Ersten Weltkriegs stetig modernisiert – anfangs unter der Leitung von Cosseron de Villeoisy.


Festung

Barrière de Fer / Système Séré de Rivières – die neue Festungslinie Frankreichs

Das militärische Konzept der Barrière de Fer (auch Système Séré de Rivières) basiert auf einer Kette unterschiedlichster Festungen, die strategisch wichtige Städte und Verkehrswege schützen. Anker des Systems waren die sogenannten Camps Retranchés. Das waren Großfestungen, die wiederum von Gürtelforts umgeben waren. Die Städte Verdun, Toul, Épinal und Belfort galten also solche Großfestungen. Selbstredend wurde auch der Raum zwischen den Städten durch sogenannte Sperrforts beziehungsweise Zwischenwerke gesichert. Einzige Ausnahmen war die Region zwischen Toul und Épinal. Hier sah Revières eine Lücke vor. Er nannte Sie Trouée de Charmes. Er erwartete, dass die deutschen Truppen im Fall eines Angriffes diesen Weg nutzen, um in Richtung Paris vorzurücken. In dem Fall müsste die deutsche Heeresleitung die Truppen auf engstem Raum konzentrieren, so dass die französische Armee sie hätte massiert angreifen und zurückschlagen können.

Und in der Tat: In gewisser Weise ging der Plan Rivières auf. Gleich zu Beginn des Ersten Weltkriegs kam es zwischen dem 24. und 26. August zu einer kurzen und heftigen Grenzschlacht zwischen Toul und Épinal. Heute spricht man von der Schlacht an der Trouée de Charmes. Eingeleitet wurde die Schlacht durch einen Angriff der deutschen 6. Armee unter der Führung des Kronprinzen Rupprecht aus dem Raum Lunéville. Er stieß auf die 2. französische Armee unter Édouard de Castlnau. Nach anfänglichen Erfolgen der deutschen Armee wendete sich schnell das Blatt. Kurz nach dem Beginn der Offensive musste Rupprecht einsehen, dass es kein Durchkommen gab. Stark geschwächt musste er sich zurückziehen. Frankreich wiederum war eine Katastrophe entgangen. Wären die Deutschen hier durchgebrochen, hätten sie quasi freie Bahn in Richtung Paris gehabt.

Die Barrière de Fer konzentrierte sich allerdings nicht nur auf die Regionen zwischen Verdun und Belfort. Sie reichte letztlich von der Nordseeküste bis zum Mittelmeer und unterteilte sich in mehrere Gruppen mit unterschiedlicher Ausbaustärke. Der nördliche Teil reiche von Dünkirchen bis Montmédy, über Maubeuge und Lille. Er war recht schwach gefestigt. Dann folgte der mittlere Abschnitt, auf den ich bereits eingegangen bin – Verdun, Toul, Épinal und Belfort. Weiter südlich verlief sie dann über die Festungsstädte Besançon und Pontarlier bis zum Mittelmeer. Entlang der italienischen Grenze wurden allerdings meist alte Festungsanlagen modernisiert (Albertville, Briançon oder Tournoux).

Alles in allem entstanden unter der Regie von Séré de Rivières ab 1874 mehr als 190 Festungen, knapp 60 Zwischenwerke und knapp 280 Batterien. Die kosten dieses gigantischen Projekts nationalen Ausmaßes beliefen sich auf schätzungsweise 450 Millionen Goldfranken für die Festungen selbst und weitre 250 Millionen Goldfranken für die Bewaffnung.

Festungen in Frankreich - Festungen der Barrière de Fer

Festungen der Barrière de Fer
Frankreich zwischen 1874 bis 1914

Festungen in Frankreich - Festungen der Barrière de Fer
Festungen rund um Paris

Festungen rund um Paris

Festungen in Frankreich - Festungen rund um Maubeuge - Festungen der Barrière de Fer

Festungen rund um Maubeuge

Festungen in Frankreich - Festungen rund um Reims - Festungen der Barrière de Fer

Festungen rund um Reims

Französische Festungen rund um Verdun - Frankreich - Erster Weltkrieg

Festungen rund um Verdun

Festungen rund um Toul - Festungen der Barrière de Fer

Festungen rund um Toul

Fesstungen rund um Épinal - Festungen der Barrière de Fer

Festungen rund um Épinal

Festungen rund um Belfort - Festungen der Barrière de Fer

Festungen rund um Belfort

Festungen in und um Besancon

Festungen rund um Besançon

Deutsche Festungen rund um Thionville (Diedenhofen) - Frankreich

Deutsche Festungen in Elsass-Lothringen:
Thionville

Festungen rund um Metz - Karte

Deutsche Festungen in Elsass-Lothringen:
Metz

Deutsche Festungen rund um Straßburg - Frankreich

Deutsche Festungen in Elsass-Lothringen:
Straßburg

Metz - Lothringen - Jahrhundertwende

Wissenswertes über das
Reichsland Elsass-Lothringen
1871 - 1918

Festungen in Frankreich - Festungen rund um Laon - Festungen der Barrière de Fer

Festungen rund um Laon


Historisches Kartenmaterial:

- Übersicht: Festungen der Barrière de Fer (historische Karte).
- Kriegskarte Ostfrankreich - Royal Library of Belgium.
- Kriegskarte Metz-Belfort - Hungaricana Cultural Heritage Portal.
- Google-Earth: KMZ-Download aller Festungen der Barrière de Fer.

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TOP-10: Festungen der Barrière de Fer

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Barrière de Fer zwischen Verdun und Belfort

Quelle: Michelin 1919, German objectif 24 august 1914, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Schlacht am Trouée de Charmes zwischen Toul und Épinal
Quelle: Michelin 1919, German objectif 24 august 1914, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Die eingangs gezeigte Karte zeigt den deutsch-französischen Grenzverlauf zwischen 1871 und 1918. Rivières Strategie sah eine massive Konzentration der französischen Armee westlich der Maas vor, wobei sich die Brücken in Reichweite der eigenen Geschütze auf den Maas-Höhen befanden. Günstig war, dass sowohl die Maas als auch die Mosel natürliche Barrieren waren und somit eine doppelte Verteidigungslinie erlaubten.

Der Nachteil seines Plans war, dass die riesige und von feindlichen Truppen gut zu durchquerende Woëvre-Ebene zwischen Stenay, Longwy, Toul und Nancy im Falle eines Angriffs geopfert werden musste. Die Bedeutung dieses möglichen Verlustes wurde durch die Entdeckung von Kohlerevieren im Bezirk Briey noch verstärkt. Es wurde daher beschlossen, eine Reihe von Bataillonen von Jägern in den Woëvre-Städten zu stationieren. Darüber hinaus konnte durch die Verabschiedung des Dreijährigen Wehrdienstgesetzes die Zahl der Deckungstruppen deutlich erhöht werden. Im Jahre 1914 sah der Konzentrationsplan die Zusammenlegung der dritten französischen Armee in der Woëvre-Ebene vor. Es wurden jedoch keine permanenten Verteidigungsanlagen errichtet. Die Festung von Longwy, isoliert und von geringem militärischem Wert, konnte keinen wirksamen Schutz bieten.

Die deutsche Regierung hatte der französischen Regierung mehrfach zu verstehen gegeben, dass sie die Errichtung von Befestigungen in Woëvre ablehnen würde. Auf der anderen Seite haben die Deutschen ihre eigene Grenze von Metz nach Thionville ständig verstärkt, indem sie den Umfang des befestigten Lagers von Metz von 25 auf 90 Kilometer erhöht und etliche neue Festungen errichtet hatten.



Festung

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Wissenswertes über die Festungen der Barrière de Fer

Frankreich hielt bis ins 19. Jahrhundert hinein beim Festungsbau an den Vauban’schen Konzepten fest. Das änderte sich gegen Mitte des Jahrhunderts als man Séré de Rivières mit dem Bau neuer Festungsanlagen beispielsweise rund um Metz beauftragte. Revières war seinerzeit in Metz stationiert. Er entwickelte einen Festungsring rund um die Vauban-Bastionen, die bisher die Stadt schützen sollten. Er musste seine Arbeiten allerdings mit Beginn des Deutsch-Französischen Krieges einstellen. Sein Bauvorhaben wurde später allerdings dennoch realisiert – nämlich von den Deutschen. >> siehe: Festungen rund um Metz.

Nach dem für Frankreich verloren gegangenen Deutsch-französischen Krieg – also ab 1871 – unternahm das Land enorme Anstrengungen, um einerseits eine Reform des Militärs durchzuführen und andererseits seine Grenze zum neu entstandenen Deutschen Kaiserreich zu sichern. Innerhalb weniger Jahre wurde General Séré de Rivières die sogenannte Barrière der Fer errichtet. Allerdings machte die Waffentechnik 1880 einen Sprung. Man kannte bereits seit wenigen Jahrzehnten Geschütze mit gezogenem Lauf (sie waren treffsicherer und hatten eine höhere Reichweite) und Langgeschosse (sie waren mit Schwarzpulver gefüllt). Ab 1880 verwendete füllte man die Geschosse stattdessen mit Dynamit, Pikrinsäure und später mit TNT, was deren Wirkungsgrad um ein Vielfaches steigerte. Man bezeichnete diese neuen Geschosse als Brisanzgranaten. Mit einem Schlag galten alle bis dahin von Rivières erbauten Festungen als veraltet. Sie hätten einem Beschuss nicht lange standgehalten. Man kann sich gut vorstellen, dass das die Militärs (aller europäischen Länder) förmlich ein eine Krise stürzte. Dann das zuvor geschilderte Problem galt für alle bis dato errichteten Festungen. >> siehe: Geschichte des Festungsbaus | Brisanzgranatenkrise.

Kurzum: Die Festungen der Barrière der Fer mussten ab 1880 alle modernisiert und die noch zu errichtenden Forts konnten nicht gem. der bereits ausgearbeiteten Baupläne erstellt werden. In Windeseile musste man Konzepte erarbeiten, um auf diese neue Form der Bedrohung zu reagieren.


Forts der Barrière de Fer - errichtet bis 1880
Quelle gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France - Fortification cuirassée et les forteresses au début du XXe siècle

Quelle: gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France - Fortification cuirassée et les forteresses.

A = Kaserne und Versorgungsreinrichtungen
B = Munitionskammer (gemauert)
C = Zugang mit Zugbrücke
D = Kaponniere zur Verteidigung des Grabens

Der Grundriss der Rivières-Forts, die man zwischen 1874 und 1880 errichtete, war ein Polygonal. Sie waren jeweils von einem tiefen Graben umgeben. In Abhängigkeit von den Gegebenheiten vor Ort war ihr Grundriss verschieden. Das Mauerwerk bestand aus Quader- oder Ziegelsteine, was ebenfalls von dem vor Ort verfügbarem Material abhing. Sie waren in jedem Fall gemauert und bestanden nicht aus (Stahl-) Beton. Die verschiedenen Seiten des Fort bezeichnete man als 'face' (Gesicht ... die dem Feind zugewandte Seite), 'flancs' (Flanke) und 'gorge' (Kehle ... die Rückseite des Forts, wo der durch eine Zugbrücke gesicherte Zugang befand). Der durch Mauerwerk begrenzte Graben war sechs Meter tief und zwölf Meter breit. In ihm waren sogenannte Caponieren positioniert, von denen aus man den Graben verteidigen konnte. Innerhalb des Grabens gab es keinen 'toten Winkel' in denen sich Angreifer hätten verschanzen können.

Wie das gesamten Fort waren also auch die Kasematten im Inneren der Festung aus Stein oder Ziegeln gemauert. Obendrein bedeckte man sie mit einer dicken Erdschicht von zwei bis zu fünf Metern. Sie sollte die Sprengkraft der Geschosse ableiten und die Kasematten (also die sich dort befindlichen Soldaten) schützen. Alle Forts der Barrière de Fer waren auf den autonomen Kampf ausgerichtet. Sie verfügten über Lebensmittel- und Munitionsvorräte sowie Versorgungseinrichtungen (Krankenstation, Küche, Wassertanks etc.). Zentral und ein wesentlicher Unterschied zu späteren Festungen war die Positionierung der Artillerie unter freiem Himmel.

Mit dem Aufkommen moderner Brisanz- bzw. Sprenggranaten ab 1880 galten diese Festungen auf einen Schlag als veraltet. Die gemauerten Kasematten konnten (trotz der dicken Erdschicht) einem Beschuss nicht widerstehen und die frei stehende Artillerie war extrem gefährdet. Ein Treffer und sie wurde weitgehend ausgeschaltet. Da halfen auch nicht die Erdwälle, die man zwischen den einzelnen Geschützen vorsah.

Forts der Barrière de Fer - errichtet nach 1880
Quelle gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France - Fortification cuirassée et les forteresses au début du XXe siècle

Quelle: gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France - Fortification cuirassée et les forteresses.

Die Geschütze werden von Panzertürmen getragen oder befinden sich in der Casemate de Bourges.
A = Versorgungseinrichtungen und Unterkünfte
B = Munitionskammer (betoniert) | C = Kaserne
D = Konterkaponniere (betoniert und unterirdisch zu erreichen)
F = Casemate de Bourges (mit Geschützen zur Deckung der Flanken)
G = Panzertürmer und gepanzerte Beobachter

Wie gesagt: Mit dem Aufkommen der Sprenggranaten ab 1880 galten alle zuvor errichteten Forts der Barrière de Fer als veraltet. Einige von ihnen (bei weitem nicht alle) wurden modernisiert. Und man entwickelte veränderte Baupläne, um auf die neue Form der Bedrohung zu reagieren. Im Wesentlichen veränderte man folgendes:

(1) Das Profil früherer Forts war bisher (gegenüber alten Vauban-Festungen) ziemlich flach, aber noch immer aufragend. Es wurde abgeflacht, so dass das Fort bei feindlichem Artilleriebeschluss weniger Angriffsfläche bot. >> siehe: Polygonalfestungen.

(2) Aus Steinen oder Ziegeln gemauerte Wände boten zu wenig Schutz. Hier setzte man auf Stahlbeton, weil dieser einfach herzustellen, aber bedeutend Widerstandsfähiger ist. Beides Zusammen (flachere Bauweise plus Stahlbeton) verminderte das Schadensrisiko bei einem Beschuss erheblich.

(3) Natürlich konnte die eigene Artillerie nicht mehr unter freiem Himmel positioniert werden. Sie war hier einfach zu gefährdet. Deswegen setzte man hier auf die 'Casemate de Bourges' (heißt: Die Geschütze wurden in eigens dafür vorgesehene Kasematten positioniert und waren so vor Beschuss geschützt). Später installierte man in den Forts dreh- und Versenkbare Panzertürme als Träger der Artillerie. >> siehe: Panzertürme.

(4) Vergleichbares geschah auch mit der Infanteriebewaffnung - also den Maschinengewehren zur Nahverteidigung des Forts. Sie wurden ebenfalls in gepanzerten Türmen (natürlich auch dreh- und versenkbar) installiert. >> siehe: Panzertürme.

(5) Last but not least begann man die Festungen zu elektrifizieren und an das zivile Stromnetz anzuschließen. Gelegentlich installierte man sogar erste primitive Fotovoltaikanlagen.

Schlussendlich kann man sagen, dass die Festungen der Barrière de Fer über die Jahre hinweg immer wieder angepasst und verändert wurden. Die verbauten Panzertürme wurden immer moderner. Dieser Prozess dauerte bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs.

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Bildergalerien - Festungen der Barrière de Fer

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