Deutsche Festungen in Elsass-Lothringen
zwischen 1871 und 1918

Festung Metz:

Fort Kameke

Metz gehörte zwischen 1871 und 1918 zum deutschen Kaiserreich. In dieser Zeit wurde die Stadt vom Kaiserreich zu einer der am besten befestigten Städte in Europa ausgebaut.

Erbaut: 1876-1879
Lage: 49° 8'58.18"N 6° 8'21.50"E

Französischer Name:
Fort Deroulede

Fort Kameke (Metz)

Das Fort Kameke ist Bestandteil des ersten Festungsgürtels rund um die Stadt Metz. Es wurde zwischen 1876 und 1879 errichtet und befindet sich in der Nähe der kleinen Ortschaft Woippy, rund vier Kilometer nord-westlich des Stadtzentrums. Fort Kameke wird flankiert vom Fort Hindersin und der Festung Alvensleben. Der Bauplan der Festung folgt dem Konzept eines Biehlerschen Einheitsforts. Namensgeber war Generalleutnant Arnold Kameke, der zwischen 1867 und 1873 den Posten des Generals der Pioniere und Inspekteur der Festungstruppen bekleidete.

Eigentlich gäbe es über diese kleine Festung nicht viel zu sagen. Die Besatzungsstärke betrug 220 Mann und es verfügte über 20 Geschütze unterschiedlichen Kalibers. Rund um die Stadt Metz gibt es deutlich größere Festungsanlagen, die mehr Besatzung hatten, mehr Feuerkraft und deren Position strategisch entscheidender als die dieses Forts. Und dennoch gibt es eine Besonderheit, die das Fort Kameke in gewisser Weise einzigartig unter den Festungen rund um Metz macht.

Die Besonderheit sind die beiden Gruson'schen Hartgusstürme mit ihren jeweils zwei 15-cm-Ringkanonen, die 1878 installiert wurden. Sie unterscheiden sich deutlich von den Panzertürmen der übrigen Festungen und sie waren nach Köln und Ingolstadt die einzigen Panzertürme dieser Art, die verbaut wurden (denn kurze Zeit später waren sie angesichts der Entwicklung der Waffen- und insbesondere Artillerietechnik veraltet). Sie sind heute übrigens die einzigen Hartgusstürme, die man noch zu Gesicht bekommt.


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